https://www.faz.net/-gpf-853jn

AfD-Führungsstreit : Lucke möchte Yorulmaz als Generalsekretär

  • Aktualisiert am

Der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke stellt an diesem Montag in Berlin André Yorulmaz vor - seinen Kandidaten für den Posten des Generalsekretärs vor. Links Luckes Favoritin für den Ko-Vorsitz Ulrike Trebesius Bild: dpa

Er ist ein Finanzberater aus dem Ruhrgebiet, homosexuell, Sohn einer deutschen Mutter sowie eines türkischen Vaters: Mit der Nominierung des 32 Jahre alten André Yorulmaz als Kandidaten für das Amt des AfD-Generalsekretärs sorgt Parteichef Bernd Lucke für Aufsehen.

          Der Vorsitzende der Bundespartei „Alternative für Deutschland“ Bernd Lucke hat den 32 Jahre André Yorulmaz als Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs vorgeschlagen. Yorulmaz gehört dem Kreisverband Recklinghausen an. Der selbstständige Versicherungs- und Finanzberater ist Sprecher der nordrhein-westfälischen AfD für Verbraucherschutz.

          Zu den Gründen für seine Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland sagte Yorulmaz am Montag bei einer Pressekonferenz mit Lucke in Berlin: „Es gibt sehr wohl Parallelgesellschaften in Deutschland und darüber muss auch gesprochen werden.“ Dies habe er als Sohn einer deutschen Mutter und eines liberal denkenden türkischen Vaters selbst erlebt.

          Luckes Wunschkandidat sagte, er lebe zwar in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, sei aber gegen eine Gleichstellung homosexueller Paare im Adoptionsrecht. Lucke erklärte, er habe sich für Yorulmaz entschieden, weil dieser im Landesverband Nordrhein-Westfalen seine „Fähigkeit zum Brückenbauen“ unter Beweis gestellt habe. Eine Fähigkeit, die derzeit in der AfD sehr wichtig sei. Ein außerordentlicher Bundesparteitag der AfD soll am kommenden Wochenende über den neuen Parteivorsitzenden und den Generalsekretär entscheiden. In der Partei tobt seit Wochen ein Machtkampf.

          Weitere Themen

          Ein neuer Umgangston

          Bei Brexit-Verhandlungen : Ein neuer Umgangston

          Noch steht nicht fest, wer der neue britische Premierminister wird, Boris Johnson oder Jeremy Hunt. Beide aber wollen hart mit der EU verhandeln – und drohen mit einem ungeregelten Austritt.

          Weiter Weg zum Klimaschutzgesetz Video-Seite öffnen

          Schulze fordert Maßnahmen : Weiter Weg zum Klimaschutzgesetz

          Zwar zeichnet sich ein Grundkonsens des Klimakabinetts ab, den CO2-Ausstoß höher zu belasten, allerdings herrscht noch Uneinigkeit über den Zeitpunkt. Vor allem der Verkehrssektor bereitet Sorgen.

          Topmeldungen

          737 Max : Flugverbot kostet Boeing Milliarden

          Der amerikanische Konzern stellt sich nach den Abstürzen der 737-Max-Maschinen auf hohe Entschädigungen ein. Es könnte sogar noch schlimmer kommen. Doch die Investoren goutieren die Klarheit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.