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Wegen Personalnot : Berliner Kita kündigt mehr als 100 Kindern

  • Aktualisiert am

Wegen Personalmangel soll jedes zweite Kind die Berliner Kita entalssen. Bild: dpa

Ab März kann die Kita nur noch die Hälfte der angemeldeten Kinder betreuen. Derzeit sei es kaum möglich, ausgebildetes Fachpersonal zu finden. Der Landeselternausschuss Kita spricht von „der hässlichen Spitze des Eisbergs“.

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          Eine Berliner Kita hat wegen Personalnot auf einen Schlag die Betreuung von 113 Kindern aufgekündigt. Das ist ein bislang wohl einzigartiger Vorgang in der Hauptstadt – im schlimmsten Fall stehen die Kinder aus der Einrichtung eines freien Trägers ab März ohne Betreuung dar. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie betonte am Donnerstag, dass an einer Lösung für die Kinder mit Hochdruck gearbeitet werde. Der Kita-Träger Rahn Education betonte in einer Stellungnahme, dass es derzeit kaum möglich sei, in Berlin ausgebildetes Fach- und Leitungspersonal zu finden.

          Als „hässliche Spitze eines Eisbergs“ bezeichnete die Vorsitzende des Landeselternausschusses Kita, Corinna Balkow, den aktuellen Kita-Fall. Dieses Extrembeispiel sei zwar nicht repräsentativ für die Berliner Verhältnisse. Doch es zeige, wie schlecht Kitas in der Hauptstadt ausgestattet seien. Betreuungsschlüssel würden etwa nicht eingehalten, dadurch müssten sich Erzieher um mehr Kinder kümmern, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

          Der Fall der Kita in Berlin-Tempelhof, über den mehrere Medien berichteten, stellte sich nach Auskunft der Senatsverwaltung so dar: Die Kita-Aufsicht bei der Senatsverwaltung sei Ende November vom Träger und Eltern informiert worden, dass „extreme Personalnot“ in der Kita herrsche. Alles in allem kamen dann im weiteren Verlauf demnach mehrere Faktoren zusammen: „Es gab zahlreiche Kündigungen und sehr viele Krankmeldungen, Beschäftigte von Zeitarbeitsfirmen wechselten, zwischenzeitlich wurde Personal aus Leipzig eingesetzt, wo der Träger seinen Sitz hat“, hieß es von der Senatsverwaltung.

          Das Ergebnis waren Massenkündigungen der Betreuungsverträge. Insgesamt hat die Kita den Angaben zufolge Verträge für 221 Kinder. 108 davon sollen weiterbetreut werden und die anderen gekündigten Kinder bevorzugt wieder aufgenommen werden, wenn ausreichend Personal vorhanden ist. In seiner Dimension sei der Fall in Berlin einmalig, teilte die Senatsverwaltung weiter mit.

          Der Kita-Träger Rahn Education sprach von einem harten Einschnitt. Ein sehr hoher Krankenstand und unvorhersehbare Fluktuation hätten dazu geführt, dass von 36 Erziehern zeitweise maximal die Hälfte vor Ort gewesen sei, um die Kinder zu betreuen. Unter Berücksichtigung der Sicherheit sei die Entscheidung getroffen worden, die Betreuungsplätze zu reduzieren.

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