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Berliner Flughafen : Ramsauer und Wowereit: Eröffnung ungewiss

  • -Aktualisiert am

Der ewige Rohbau: Berlin Brandenburg Airport Ende Juli Bild: dpa

Bundesverkehrsminister Ramsauer und Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit haben die für den 17. März 2013 geplante Eröffnung des Berliner Flughafens Willy Brandt BER in Frage gestellt.

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          Am ersten Arbeitstag des neuen, für Betrieb und Technik zuständigen Geschäftsführers der Flughafengesellschaft, Horst Amann, haben Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den 17. März 2013 als Eröffnungstermin für den Flughafen Willy Brandt BER in Frage gestellt.

          Ramsauer warb im ARD-Morgenmagazin dafür, den Termin nicht um jeden Preis zu halten: „Wenn nicht wirklich absolut sichergestellt ist, dass alles so fertig ist, dass eine reibungslose Inbetriebnahme stattfindet, dann sollte man sich diesen Termin noch gründlich überlegen“. Ob der 17. März zu halten sei, könne er nicht beurteilen, es sei der Wunschtermin von Wowereit gewesen, der Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft ist.

          „Ambitionierter Zeitplan“

          Wowereit legte die Verantwortung für Termine in die Hand des neuen Technikchefs Amann. Er sagte der Deutschen Presseagentur: „Falls Herr Amann uns erklären sollte, dass er das Mitte August nicht verlässlich sagen kann, sondern zur Prüfung noch etwas mehr Zeit braucht, wird er sie sicherlich bekommen“. Am 16. August tritt der Aufsichtsrat zusammen. „Es darf nie wieder zu einer Situation kommen, dass man vier Wochen vor Eröffnung sagen muss, es klappt wieder nicht“, sagte Wowereit. Die geplante Eröffnung des neuen Flughafens musste kurz vor dem 3. Juni verschoben werden; es stellte sich heraus, dass der Bau teurer wird, dass die Brandschutzanlage nicht funktionierte, und dass die bisher vorgesehenen Schallschutzmaßnahmen für die Anwohner den juristisch festgelegten Standards nicht entsprechen.

          Amann, der sich in den vergangenen Wochen mit der Baustelle in Schönefeld bei Berlin vertraut gemacht hat, nannte den Zeitplan ambitioniert, mochte sich aber zu weiteren Äußerungen zum Fortgang des Berliner Flughafenbaus nicht verleiten lassen. Er war zuletzt für den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport tätig.

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