https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/berliner-anschlag-mehrheit-sieht-keine-schuld-bei-merkel-politik-14594483.html

Umfrage nach Berlin-Attentat : Mehrheit macht Flüchtlingspolitik nicht verantwortlich für Anschlag

  • Aktualisiert am

Nach dem Anschlag von Berlin ist die Zustimmung zur Regierungspolitik in einer aktuellen Meinungsumfrage leicht gestiegen. Bild: Reuters

Einen Zusammenhang zwischen Merkels politischem Kurs und dem Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt sehen die meisten Deutschen nicht. Die Union konnte ihre Zustimmungswerte in einer aktuellen Meinungsumfrage sogar verbessern.

          1 Min.

          Zwischen dem Berliner Terroranschlag und der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht eine Mehrheit der Bundesbürger keinen direkten Zusammenhang. In einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ machten nur 28 Prozent der Befragten die Flüchtlingspolitik mitverantwortlich für den Anschlag. 68 Prozent sahen dagegen keinen Zusammenhang.

          Gut drei Viertel der Bundesbürger (76 Prozent) gehen davon aus, dass die Terrorgefahr und die Sicherheitslage in Deutschland im Bundestagswahlkampf eine wichtige Rolle spielen werden. 67 Prozent der Befragten rechnen damit, dass eine Debatte zum Thema Innere Sicherheit Kanzlerin Merkel im Wahlkampf eher schaden würde. 17 Prozent gehen davon aus, dass ihr eine solche Debatte eher nutzt.

          Nach dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt legte die Unionsparteien CDU und CSU im Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL zwei Prozentpunkte auf 38 Prozent zu. Damit habe die Union ihre Verluste aus dem Jahresverlauf wettgemacht und wieder ihren Höchstwert des Jahres vom Januar erreicht. Die SPD verlor zwei Prozentpunkte und rutschte von 22 auf 20 Prozent ab.

          Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) kann von dem Berliner Anschlag nicht besonders profitieren und gewann einen Punkt auf 12 Prozent hinzu. Die Grünen bleiben bei 10 Prozent, die Linke verharrt bei 9. Die FDP büßt einen Punkt ein und müsste, wenn jetzt gewählt würde, mit 5 Prozent um den Einzug in den Bundestag bangen. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 27 Prozent.

          Für den Wahltrend befragte das Forsa-Institut vom 19. bis 23. Dezember 2016 im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz der Umfrage liegt bei 2,5 Prozentpunkten. Für die Umfrage zur Sicherheitslage befragte das Institut am 21. und 22. Dezember 2016 im Auftrag des „Stern“ 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die ebenfalls durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz dieser Umfrage beträgt drei Prozentpunkte.

          Weitere Themen

          Putin setzt auf Hunger

          Getreidekrise durch den Krieg : Putin setzt auf Hunger

          Russland beschuldigt die Ukraine, ihre Häfen zu blockieren und damit schuld an der globalen Getreideknappheit zu sein. Gleichzeitig intensiviert Moskau die Propaganda in Afrika.

          Was will Daniel Günther?

          Nach dem Aus für Jamaika : Was will Daniel Günther?

          Nachdem die Jamaika-Sondierungen geplatzt sind, muss sich Ministerpräsident Günther in Schleswig-Holstein nach seinem Wahlsieg nun doch für einen Koalitionspartner entscheiden.

          Topmeldungen

          Der ehemalige Ballettdirektor des Bayerischen Staatsballetts, Igor Zelensky

          Münchens früherer Ballettchef : Ein Kind mit Putins Tochter

          Doppelleben: Die frühere Münchener Ballettchef Igor Zelensky und Putins zweite Tochter Katerina Tichonowa sind liiert und haben ein gemeinsames Kind. Tichonowa ist eine der besten Partien in Russland.
          Abzug: Auf diesem Foto des russischen Verteidigungsministeriums sollen ukrainische Soldaten zu sehen sein, die „Asowstal“ verlassen.

          Krieg in der Ukraine : Die letzten Tage von Asowstal

          Die Verteidiger der ukrainischen Hafenstadt Mariupol haben den Befehl zum Aufgeben bekommen. Zuvor hatten sie die Stadt über viele Wochen gegen die russische Armee verteidigt. Was aus ihnen wird, ist unklar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage
          Automarkt
          Top-Gebrauchtwagen mit Garantie