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Berlin : Polizei löst illegale Versammlung von Corona-Leugnern auf

Donnerstagabend in Berlin: In der Kollwitzstraße löst die Polizei eine illegale Versammlung in einer Bar auf. Bild: dpa

Kein Mundschutz, aber viele Corona-Skeptiker: In Berlin beendet die Polizei eine Versammlung in einer Bar. Offenbar wollten die Teilnehmer eine Partei gründen.

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          Angeblich um eine Partei zu gründen, haben sich am Donnerstagabend knapp 30 Personen in einer Bar im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg getroffen. Die Versammlung wurde dabei als Live-Stream auf Youtube übertragen. Die Polizei, die auf das Treffen hingewiesen worden war, traf nach zwei Stunden ein und löste die Versammlung auf. Sie stellte neun Frauen und 19 Männer im Alter zwischen 32 und 69 Jahren fest, wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtete. Die Anwesenden trugen meist keine Masken, der Mindestabstand wurde nicht eingehalten.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Bars und Kneipen sind derzeit wegen des Lockdowns geschlossen. Der Betreiber der Bar „Scotch&Sofa“ in der Kollwitzstraße hatte zu der Veranstaltung eingeladen. Zu den Gästen gehörte die Berliner Hutmacherin und Rechtsanwältin Rike Feuerstein, die durch den Abend führen sollte. Unter dem Namen „Viviane Fischer“ leugnet sie in den sozialen Medien die Gefährlichkeit der Pandemie und warnt vor einer Impfung gegen das Corona-Virus, weil es „wahrscheinlich irgendein Teufelszeug“ sei. Auch andere Protagonisten aus der „Querdenker“-Szene waren bei dem Treffen anwesend, unter ihnen ein Ufo-Forscher.

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          Die Parteigründung habe unter dem Motto „Team Freiheit“ stattfinden sollen, hieß es. Am Rande der Veranstaltung wurde eine Journalistin angegriffen, eine Frau schlug ihr auf die Kamera. Sie wurde von Polizeibeamten festgenommen.

          Gegen die Teilnehmer der Veranstaltung leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung und das Versammlungsgesetz sowie auch wegen versuchter Körperverletzung ein.

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