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Chaos in Berlin : Obdachlosen-Zeltlager im Tiergarten-Park geräumt

  • Aktualisiert am

Immer mehr Obdachlose campierten in Zelten im Großen Tiergarten in Berlin. Bild: dpa

Der Berliner Tiergarten-Park ist derzeit ein Politikum: Es geht um Drogenhandel, Prostitution, Überfälle – und Probleme mit zeltenden Obdachlosen. Nun hat der zuständige Bezirk eingegriffen.

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          Seit Wochen wird um den Umgang mit zeltenden Obdachlosen debattiert, jetzt hat der Berliner Bezirk Mitte nach eigenen Angaben illegale Lager im Tiergarten räumen lassen. „Wir können die rechtswidrigen Zustände im Tiergarten nicht hinnehmen und sind verpflichtet, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen“, teilte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) mit. „Dennoch finde ich persönlich jede Räumung eines illegalen Zeltlagers schmerzhaft, weil sie das Grundproblem der Obdachlosigkeit nicht löst.“

          Die Situation im Berliner Tiergarten ist derzeit ein Politikum: Es geht um Probleme mit zeltenden Obdachlosen, Drogenhandel und Überfälle. Die Räumung am Zooverbindungsweg sei „die konsequente Fortsetzung der stetigen Bemühungen des Bezirkes, die Fehlnutzung des Tiergartens und des öffentlichen Raums in anderen Teilen des Bezirks im Rahmen seiner Möglichkeiten einzudämmen“, erklärte der Bezirk.

          Die Betroffenen seien vorab vom Ordnungsamt über die anstehende Räumung informiert worden. Außerdem hätten sie Hinweise zu Hilfsangeboten wie Notübernachtungen, Beratungen und Kältehilfen bekommen. Bei der Polizei hieß es, größere Zwischenfälle bei der Räumung seien nicht bekannt. Von Dassel hatte vor Wochen Alarm geschlagen, die Lage in dem großen Park mitten in Berlin gerate außer Kontrolle. Das Ordnungsamt sei wegen der aggressiven Obdachlosen, vorwiegend aus Osteuropa, überfordert.

          Um die Obdachlosen zu schützen, sollten die Räumungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Nach der Aktion erklärte der Grünen-Politiker, die Ursachen der Obdachlosigkeit lägen zumeist jenseits der Bezirksgrenzen von Mitte, oftmals auch in sozialen Problemen der Herkunftsländer. Nach Räumungen könne es zu einer Verdrängung in andere Bezirke kommen, räumte er ein. Von Dassel begrüßte daher die Vereinbarung im Rat der Bürgermeister, „schnellstmöglich das überfällige gesamtstädtische Konzept für den Umgang mit Obdachlosigkeit zu entwickeln“.

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