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Festnahmen und Proteste : Kiezkneipe „Syndikat“ in Neukölln geräumt

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Polizisten sind am frühen Freitagmorgen in der Hermannstraße in Berlin-Neukölln im Einsatz. Bild: Paul Zinken/dpa

Die Kneipe „Syndikat“ hatte keinen Mietvertrag. In der Nacht gab es Reibereien zwischen Polizei und linken Protestgruppen.

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          Trotz lautstarker und zum Teil gewalttätiger Proteste ist die seit längerem umkämpfte Kiezkneipe „Syndikat“ in Berlin-Neukölln am Freitag geräumt worden. Kurz nach 9.00 Uhr erschien der Gerichtsvollzieher in Begleitung zahlreicher Polizisten in dem abgesperrten Bereich vor der Kneipe in der Weisestraße. Die Eingangstür wurde von außen geöffnet, um dem Gerichtsvollzieher Zugang zu verschaffen.

          Üblicherweise lässt der Hauseigentümer in solchen Fällen dann ein neues Schloss einbauen und die Polizei bleibt noch eine Zeit lang vor dem Haus präsent, um eine abermalige Besetzung zu verhindern. Die Kneipe hatte seit längerem keinen Mietvertrag mehr, die Betreiber wollten aber nicht ausziehen.

          In der Nacht und am Morgen hatten viele hundert Menschen in der Umgebung der Kneipe gegen die Räumung demonstriert und protestiert. Die Polizei hatte die Weisestraße bereits am Donnerstag abgesperrt, um eine direkte Blockade des Zugangs zu verhindern. Es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.

          Protestierer zündeten Mülltonnen an, bunte Rauchschwaden von Pyrotechnik waren zu sehen. Demonstranten warfen Steine und Flaschen auf die Polizisten. Mehr als 40 Menschen wurden laut der Polizei nach ersten Zahlen festgenommen. Etwa 700 Polizisten sind über den ganzen Tag verteilt für die Absperrungen im Einsatz.

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