https://www.faz.net/-gpf-a23hb

Festnahmen und Proteste : Kiezkneipe „Syndikat“ in Neukölln geräumt

  • Aktualisiert am

Polizisten sind am frühen Freitagmorgen in der Hermannstraße in Berlin-Neukölln im Einsatz. Bild: Paul Zinken/dpa

Die Kneipe „Syndikat“ hatte keinen Mietvertrag. In der Nacht gab es Reibereien zwischen Polizei und linken Protestgruppen.

          1 Min.

          Trotz lautstarker und zum Teil gewalttätiger Proteste ist die seit längerem umkämpfte Kiezkneipe „Syndikat“ in Berlin-Neukölln am Freitag geräumt worden. Kurz nach 9.00 Uhr erschien der Gerichtsvollzieher in Begleitung zahlreicher Polizisten in dem abgesperrten Bereich vor der Kneipe in der Weisestraße. Die Eingangstür wurde von außen geöffnet, um dem Gerichtsvollzieher Zugang zu verschaffen.

          Üblicherweise lässt der Hauseigentümer in solchen Fällen dann ein neues Schloss einbauen und die Polizei bleibt noch eine Zeit lang vor dem Haus präsent, um eine abermalige Besetzung zu verhindern. Die Kneipe hatte seit längerem keinen Mietvertrag mehr, die Betreiber wollten aber nicht ausziehen.

          In der Nacht und am Morgen hatten viele hundert Menschen in der Umgebung der Kneipe gegen die Räumung demonstriert und protestiert. Die Polizei hatte die Weisestraße bereits am Donnerstag abgesperrt, um eine direkte Blockade des Zugangs zu verhindern. Es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.

          Protestierer zündeten Mülltonnen an, bunte Rauchschwaden von Pyrotechnik waren zu sehen. Demonstranten warfen Steine und Flaschen auf die Polizisten. Mehr als 40 Menschen wurden laut der Polizei nach ersten Zahlen festgenommen. Etwa 700 Polizisten sind über den ganzen Tag verteilt für die Absperrungen im Einsatz.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Trump und Biden am Dienstag bei der ersten Fernsehdebatte.

          Präsidentenwahlkampf : Trump und die „Proud Boys“

          Donald Trump hatte gehofft, die erste Fernsehdebatte werde die Wende im Präsidentenwahlkampf bringen. Doch sein Auftreten hat das Gegenteil bewirkt – ebenso wie seine Äußerungen zu den „Proud Boys“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.