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Votum der SPD-Mitglieder : Müller soll Berlins Regierender Bürgermeister werden

  • Aktualisiert am

Freude über das Votum: Berlins Senator für Stadtentwicklung, Michael Müller Bild: dpa

Der Berliner Bausenator Michael Müller hat sich im Mitgliedervotum um die Nachfolge als Regierender Bürgermeister von Berlin durchgesetzt. Das teilte die stellvertretende Landesvorsitzende Barbara Loth mit.

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          Der Berliner Bausenator Michael Müller wird nach dem Willen der Berliner SPD-Mitglieder neuer Regierender Bürgermeister. Der 49 Jahre alte Müller habe sich im SPD-Mitgliedervotum mit 59,1 Prozent bereits im ersten Anlauf durchgesetzt, teilte die stellvertretende Landesvorsitzende Barbara Loth mit.

          „Ich freue mich wahnsinnig, aber ich muss auch sagen, ich bin ganz platt“, sagte er nach der Auszählung. Es sei ein großer Vertrauensbeweis. „Ich hoffe, dass wir gemeinsam als Berliner SPD dieses Votum der Mitglieder auch nutzen und die führende Kraft bleiben“, sagte Müllerweiter. Insgesamt hatten sich 11.136 der rund 17.200 Mitglieder an der Befragung beteiligt, das entspricht knapp 65 Prozent.

          Wowereit-Nachfolger wird im Dezember gewählt

          Müller wird offiziell auf einem SPD-Parteitag am 8. November für die Abstimmung im Abgeordnetenhaus nominiert. Gewählt wird der Nachfolger von Klaus Wowereit (SPD) im Dezember vom Berliner Abgeordnetenhaus. Auch der Koalitionspartner CDU muss also zustimmen.

          Müllers Konkurrent, SPD-Chef Jan Stöß, kam auf 20,8 Prozent der Stimmen. SPD-Fraktionschef Raed Saleh als dritter Bewerber für das Amt erhielt 18,6 Prozent, wie die Leiterin der Zählkommission, Barbara Loth, sagte. Regierungschef Wowereit äußerte sich erfreut, dass mit Müller die Arbeit des rot-schwarzen Senats in „politischer Kontinuität, aber auch mit neuen Akzenten“ fortgesetzt werde.

          Wowereit will nach 13 Jahren im Amt zum 11. Dezember zurücktreten. Am selben Tag muss sein Nachfolger gewählt werden. Auch die Senatoren werden neu vereidigt. Mit Müller verbindet Wowereit eine lange politische Zusammenarbeit. Beide stehen sich auch menschlich nah. Dennoch hatte Wowereit keine offizielle Wahlempfehlung ausgesprochen.

          Langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Positionen

          Müller ist seit drei Jahren Stadtentwicklungssenator in Berlin und hat damit das größte Ressort im SPD/CDU-Senat inne. Zuvor war er zehn Jahre SPD-Fraktionschef und acht Jahre Parteivorsitzender gewesen.

          Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel gratulierte ihm zu diesem „überzeugenden Ergebnis“ und nannte ihn einen „hervorragenden Kandidaten“ für das Amt. „Michael Müller hat die Erfahrung, den Kompass und auch das Herz, unsere Hauptstadt gut zu regieren.“ Zugleich rief Gabriel die Berliner SPD zu Geschlossenheit nach dem innerparteilichen Wettbewerb um die Wowereit-Nachfolge auf.

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