https://www.faz.net/-gpf-ah8ml

Koalitionsbildung : Sind die Berliner Wähler getäuscht worden?

  • -Aktualisiert am

Katina Schubert und Klaus Lederer (beide Linkspartei), Franziska Giffey (SPD), Bettina Jarasch (Grüne) und Raed Saleh (SPD) zum Auftakt der Koalitionsgespräche vor dem Brandenburger Tor Bild: dpa

Die SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey hatte auf die bürgerliche Mitte gezielt und ist auf Rot-Grün-Rot eingeschwenkt. Viele Berliner sind entsetzt. Geht das Chaos in der Hauptstadt jetzt weiter?

          3 Min.

          Berlin ist eine interessante und freiheitliche Stadt. Sie wäre noch lebenswerter, wenn ein paar grundlegende Dinge funktionieren würden. Wenn man in die Ferien fliegen könnte, ohne aufgefordert zu werden, vier Stunden vorher am Flughafen zu sein. Wenn man ein Auto anmelden oder einen Personalausweis verlängern könnte, ohne wochenlang auf einen Termin zu warten. Wenn man wählen gehen könnte, ohne stundenlang in der Schlange zu stehen, ohne dass die Wahlzettel ausgehen und am Ende noch falsch ausgezählt wird. Die Verwaltung Berlins sei heute „schlechter aufgestellt als jede Kreissparkasse“, es gebe in der Stadt „so etwas wie eine kollektive Verantwortungslosigkeit“. Das hat dieser Tage der Sozialdemokrat Klaus Wowereit gesagt, Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister.

          Berlin wäre noch schöner, wenn die Straßen sauberer und die Sicherheit höher wäre. Wenn sich die regierenden Parteien nicht nur um ihre Kernklientel, sondern um die ganze Stadt kümmern würden. In den vergangenen fünf Jahren hatte die Hauptstadt eine Regierung aus einer ziemlich linken SPD, linken Grünen und der Linkspartei, die ihre politische Ausrichtung im Namen trägt. Hingekriegt hat diese Koalition nicht allzu viel.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Demonstranten knien in Frankfurt vor einer Polizeikette

          Impfgegner und Anthroposophie : Höhere Einsichten dank Rudolf Steiner?

          Nach eigener Einschätzung verfügen sie über Spezialwissen, das allen anderen abgeht. Die Milieus der Anthroposophen und der „Querdenker“ haben viele Berührungspunkte. In der Pandemie macht das vieles schwerer.
          Eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach wird mit einer Flüssiggasheizung kombiniert.

          Nachhaltig Wohnen : Unruhe unter Dämmern

          Die Dämmstoffindustrie ist alarmiert. Bauminister rücken von der einseitigen Ausrichtung an der Gebäudedämmung ab. Die Koalitionäre in Berlin sprechen von technologieoffenen Maßnahmen. Ein Paradigmenwechsel steht an.