https://www.faz.net/-gpf-7vuj9

Berlin : Hooligan-Demo am Brandenburger Tor abgesagt

  • Aktualisiert am

Bleibt Berlin vom Aufmarsch der Hooligans, wie hier in Köln, verschont? Bild: Reuters

Erst war von 10.000 Teilnehmern die Rede. Jetzt ist die für den 15. November angemeldete Hooligan-Demonstration am Brandenburger Tor abgesagt worden. Der vermeintliche Anmelder beteuert, er habe von nichts gewusst.

          1 Min.

          Die für den 15. November in Berlin angemeldete Hooligan-Demonstration findet nach Angaben der Berliner Polizei nicht statt. Der Mann, in dessen Namen die Aktion vergangene Woche über ein Online-Formular angemeldet worden sei, habe sich telefonisch bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, er habe gar keine Demonstration angemeldet.

          Die Angaben des Mannes seien überprüft und verifiziert worden. Er habe außerdem bei der Polizei eine schriftliche Erklärung abgegeben. Das bedeute: „Es gibt für Berlin keine angemeldete Hooligan-Demonstration“, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich.

          Der Mann, dessen Anschrift und Kontaktdaten in dem Online-Formular eingetragen worden waren, stammt laut Redlich aus Nordrhein-Westfalen. Er sei dort „sehr aktiv“ bei der Anmeldung der Kölner Hooligan-Demo gewesen, deshalb sei alles plausibel erschienen. Einen persönlichen Kontakt habe es bisher noch nicht gegeben. Die Polizei will am Montag prüfen, ob Ermittlungen wegen Urkundenfälschung eingeleitet werden.

          Eine ebenfalls für Mitte November angekündigte Hooligan-Demonstration in Hamburg ist inzwischen vom Anmelder selbst abgesagt worden.

          Noch am vergangenen Freitag hatte die Polizei bestätigt, dass für die am Brandenburger Tor geplante Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ mittlerweile 10.000 Teilnehmer angemeldet seien. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) wollte ein Verbot prüfen. In Köln hatten sich am vorigen Sonntag 4500 gewaltbereite Hooligans zusammen mit Rechtsextremen versammelt und die Polizei angegriffen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Tankstelle in Marseilles, Südfrankreich: Die französische Regierung will einige Mitbürgerinnen und Mitbürger nun durch ein Energiegeld entlasten.

          Benzinpreise : Hilfe auch für deutsche Autofahrer?

          Paris macht es vor: Die Regierung federt die steigenden Strompreise mit einem Energiegeld ab. Auch in Deutschland steigt der Unmut wie die Spritpreise. Wie reagiert Berlin?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.