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Berlin und die Drogendealer : Görli, der Rauschgiftpark

  • -Aktualisiert am

Doppelstreife: Polizisten und Mitarbeiter der Ordnungsamtes im Görlitzer Park Bild: dpa

Berlin darf einen großen Erholungspark nicht den Dealern überlassen. Sonst macht sich der Senat – und damit der Staat – zu einem lächerlichen Schwächling.

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          Kürzlich wurde im Görlitzer Park im Berliner Bezirk Kreuzberg ein Denkmal errichtet. „Letzter Held“ hieß es. Die drei Meter hohe Statue zeigte einen jungen Afrikaner mit einem Mobiltelefon in der Hand. Es war ein Denkmal für den „unbekannten Dealer“. Errichtet wurde es im Zuge einer Demonstration unter dem Motto „Solidarität und Menschenrechte für alle – auch für Dealer“. Aufgerufen hatte eine Gruppe um einen amerikanisch-französischen Künstler, der darauf aufmerksam machen wollte, wie die Ängste vor Dealern „Grenzen der Solidarität verschieben“.

          Die Geschichte vom Dealer-Denkmal, das für 24 Stunden seinen Platz im Park fand, ist nur der neueste Aufreger, wenn es um den „Görli“ geht, Berlins berüchtigten Rauschgiftpark. Eine andere Geschichte ist die vom Parkmanager, der vor einigen Monaten mit rosa Farbe Quadrate auf die Parkwege sprühte, um den Dealern Stellplätze zuzuweisen, damit sie nicht in Massen die Besucher am Parkeingang belästigen.

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