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Attacke gegen Mann mit Kippa : Haftbefehl gegen antisemitischen Schläger

  • Aktualisiert am

Das Gebäude des Landeskriminalamtes in Berlin, aufgenommen im Mai 2017 – hier hat sich der antisemitische Schläger am Donnerstag gestellt. Bild: dpa

Der junge Mann, der am Dienstagabend in Berlin einen Kippa tragenden Israeli attackiert hatte, hat sich der Berliner Polizei gestellt. In Beisein seiner Anwältin ist er zum LKA gegangen. Gegen ihn wurde nun Haftbefehl erlassen.

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          Zwei Tage nach einem antisemitischen Angriff auf einen jungen Israeli und seinen Begleiter in Berlin hat sich der mutmaßliche Täter der Polizei gestellt. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der 19-Jährige befinde sich in Untersuchungshaft. Zur Sache habe er sich allerdings nicht eingelassen, hieß es weiter.

          Der Beschuldigte hatte sich gegen 12.30 Uhr beim Landeskriminalamt gemeldet. Begleitet wurde er von einer Rechtsanwältin. Der mutmaßliche Täter ist demnach ein Flüchtling aus Syrien. Wie lange er bereits in Deutschland ist und wo er lebt, teilte die Polizei nicht mit. Auch zu seinen beiden Begleitern gab es keine Informationen.

          Das Opfer, der 21-jährige Israeli und sein Freund waren am Dienstagabend im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg unterwegs, dabei trugen sie Kippas – traditionelle jüdische Kopfbedeckungen. Sie wurden von drei arabisch sprechenden Männern antisemitisch beschimpft.

          Einer der Männer schlug mit einem Gürtel auf den 21-Jährigen ein und versuchte, ihn mit einer Flasche zu schlagen. Der Angreifer und seine Begleiter flüchteten. Der 21-Jährige filmte die Tat und stellte das Video ins Netz.

          Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, forderte eine realistische Abbildung von muslimischem Antisemitismus in der Kriminalstatistik. Danach würden 90 Prozent dieser Taten von Rechtsradikalen begangen, sagte Klein der Tageszeitung „Die Welt“.

          „Von Juden in Deutschland höre ich aber etwas anderes. Vor allem der muslimische Antisemitismus ist stärker, als es in der Statistik zum Ausdruck kommt.“ Klein betonte: „Es stimmt: Judenhass hat auch ein hässliches islamistisches Gesicht und kann auch einen muslimischen Hintergrund haben. Antisemitismus ist in vielen islamischen Ländern verbreitet. Der wird oft nach Deutschland mitgebracht.“

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