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Bundesnachrichtendienst : Enttarnter Spion stahl Liste mit 3500 Mitarbeiternamen

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Ein beim Bundesnachrichtendienst enttarnter Spion hat eine Liste mit Klar- und Decknamen von 3500 Mitarbeitern entwendet. Allerdings ist die Aufstellung offenbar veraltet, viele der dort aufgelisteten Agenten und Mitarbeiter sind nicht mehr beim BND.

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          In Sicherheitskreisen ist die Meldung der „Bild“-Zeitung bestätigt worden, dass der im vorigen Juli enttarnte Doppelagent eine Liste mit Mitarbeiternamen des BND kopiert habe. Aus „operativer Sicht“ sei dem Bundesnachrichtendienst und seinen Mitarbeitern dadurch ein „eher begrenzter“ Schaden entstanden, hieß es.

          Eckart Lohse
          (elo.), Politik

          Es handele sich um eine „eher historische Liste“. Eine Vielzahl der Mitarbeiter sei schon nicht mehr für den BND tätig. In den Sicherheitskreisen hieß es, man gehe davon aus, dass die Liste durch den Doppelagenten an die Amerikaner, nicht aber an einen weiteren Nachrichtendienst eines anderen Landes weitergeleitet worden sei.

          Die F.A.Z. erfuhr, dass 1500 der 3500 Mitarbeiter auf der Liste nicht mehr beim BND tätig sind. Damit bleiben allerdings noch 2000 übrig, also etwa ein Drittel aller Mitarbeiter des deutschen Auslandsnachrichtendienstes. Die Liste wurde über Jahrzehnte geführt. Offenbar gibt es unter den weitergeleiten Namen sowohl sogenannte Klarnamen, also die tatsächlichen Namen von Mitarbeitern, als auch Dienstnamen, also solche, die ein Mitarbeiter zur Tarnung führt.

          Dem Zeitungsbericht zufolge hatte der Mann die Namensliste zu Hause auf einer privaten Festplatte gespeichert, die bei einer Durchsuchung im Sommer sichergestellt wurde. Der Datenträger sei erst jetzt systematisch ausgewertet worden. Dem beim BND enttarnten Spion wird vorgeworfen, binnen zwei Jahren 218 Dokumente an amerikanische Geheimdienstler verkauft zu haben.

          Der Bundesnachrichtendienst beschäftigt nach eigenen Angaben rund 6500 hauptamtliche Mitarbeiter. Die Abteilung EA versorgt demnach unter anderem die Bundeswehr bei Auslandseinsätzen mit Informationen zum Schutz deutscher und alliierter Soldaten.

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