https://www.faz.net/-gpf-9j900

Kompromiss zu Paragraf 219a : Ein Makel bleibt

Demonstration für eine Abschaffung des Paragrafen 219a im Februar 2018 in Berlin Bild: EPA

Natürlich will niemand, dass Abtreibungen mit Preisschild in Schaufenstern bunt blinkend beworben werden – schon deshalb muss es weiterhin ein Werbeverbot geben. Doch eine Schwäche hat der solide Kompromiss.

          1 Min.

          Die Frage hat die Koalition belastet, entzweit, ja beinahe gespalten. Wie soll es weitergehen mit diesem Paragraphen 219a des Strafgesetzbuchs, der es unter Strafe stellt, wenn Ärzte für Abtreibungen werben? Die Gerichte hatten den Begriff der Werbung sehr weit ausgelegt und Mediziner für Angaben auf ihren Internetseiten verurteilt, die mit klassischer Werbung nichts gemein hatten.

          Es war klar, dass Befürworter von Abtreibungen es nicht auf Dauer tolerieren würden, wenn Aktivisten Ärzte vor Gericht zerren können, aus religiösen Gefühlen heraus oder bloß aus Langeweile, nur weil die Mediziner im Netz dokumentieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Hier ist Onkel Dagobert noch ein Bleichgesicht....

          Neue Donald-Duck-Edition : Das Ende von Bleichgesicht Dagobert

          Hört sich an wie nahes Donnergrollen: In der Taschenbuch-Edition der Donald-Duck-Comics von Carl Barks werden Indianer, Bleichgesichter und der liebe Gott gestrichen. Ein Gastbeitrag.
          Annalena Baerbock signiert am Donnerstag nach der Vorstellung ihres Buches ein Exemplar

          F.A.Z. Exklusiv : Baerbocks Pakt mit der Wirtschaft

          Die grüne Kanzlerkandidatin konkretisiert ihr Wirtschaftsprogramm. Ein zentraler Punkt sind Klimaschutzverträge, über die sie Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen will. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht.
          Problem gelöst durch Rainer Koch? Die Rücktritte aus der Ethikkommission sagen etwas anderes.

          DFB-Ethikrat aufgelöst : „Kapelle auf der Titanic“

          Der DFB sprengt seine gegen Interimspräsident Koch ermittelnde Ethikkommission – und löst Entsetzen aus unter den Betroffenen und Empörung in der Politik.