https://www.faz.net/-gpf-a7jny

Populär gewordener Begriff : Was ist eigentlich „politischer Islam“?

Koranlektüre in einer Moschee im pakistanischen Lahore während des Fastenmonats Ramadan Bild: Reuters

In den Diskussionen über politische Aktivitäten von Muslimen hat sich ein vage definiertes Konzept etabliert. Kritiker halten den Begriff „politischer Islam“ für untauglich, weil er einen Generalverdacht schüre. Eine Analyse.

          7 Min.

          Es ist etwa zwei Jahrzehnte her, dass der Begriff des „Dschihadismus“ in Deutschland erstmals breitere Verwendung fand. Zuvor hatte man von „Mudschahedin“ gesprochen. Während diese als archaisch-noble Widerstandskämpfer galten, verkörperte der Dschihadist nach den Anschlägen vom 11. September 2001 das antiwestliche, terroristische Gewaltpotential des Islams; Al-Qaida-Führer Usama Bin Ladin gab ihm sein Antlitz.

          Christian Meier

          Redakteur in der Politik.

          Einige Jahre später trat der „Salafismus“ als weitere Bedrohung für Demokratie und westlichen Lebensstil ins Licht der Öffentlichkeit. Die Gefahr erschien umso größer, als offenbar wurde, dass Anhänger dieser fundamentalistischen Strömung auch im Westen leben – und dass sie hier systematisch missionieren. Und dass es mitunter ein Zusammenspiel mit dschihadistischen Bewegungen wie dem „Islamischen Staat“ gibt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Rot und Tiefrot: Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler

          Grün-Rot-Rot : Aus der Traum

          Mit ihrer neuen Führung scheidet die Linke als Partner von Grünen und SPD für neue Mehrheiten in Deutschland aus. Den Nutzen hat die Union – auch ohne Angela Merkel.
          Sturm auf die Leipziger Stasi-Zentrale „Runde Ecke“ am 4. Dezember 1989

          Bürgerrechtler im Streit : Wer wacht über die Revolution von 1989?

          Tobias Hollitzer und Gesine Oltmanns waren in der Bürgerrechtsbewegung der DDR. Heute reden sie kein Wort mehr miteinander. Zu unterschiedlich sind ihre Vorstellungen von Aufarbeitung. Wer hat die Deutungshoheit?