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Begleiteter Suizid : Wer sterben dürfen soll

Ein Altenpfleger hält in einem Pflegeheim die Hand einer Frau (Archivbild). Bild: dpa

Wollen die Deutschen, dass sterbewillige Personen fremde Hilfe beanspruchen können? Die Antwort hängt sehr davon ab, wie man die Frage stellt. Das zeigt eine Studie von vier Wissenschaftlern.

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          Im Sommer vergangenen Jahres machte das Unternehmen YouGov mit der Be­hauptung von sich reden, dass mittlerweile drei Viertel der Deutschen die Möglichkeit der „aktiven Sterbehilfe“ befürworteten. 2019 seien es nur 69 Prozent gewesen.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Was an der Darstellung des in London börsennotierten Unternehmens dran ist, seine Umfrageergebnisse seien repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren, ist seit Langem streitig. Dass Rohdaten gewichtet werden müssen, ge­hört zum kleinen Einmaleins der Demoskopie.

          Bei YouGov befragt werden indes Mitglieder einer Gruppe, die sich zuvor elektronisch registrieren lassen müssen. Den Anreiz dazu sollen aber nicht allein „interessante Umfragen“ bieten, wie es auf der Webseite heißt. Als YouGov-Mitglied könne man „Punkte und Prämien . . . verdienen“.

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