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Heiner Geißlers Beerdigung : Ein inoffizieller Staatsakt

  • Aktualisiert am

Trauergestecke bei Geißlers Trauerfeier Bild: WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler wurde beerdigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel, der scheidende Bundestagspräsident Lammert und viele weitere Spitzenpolitiker erwiesen ihm die letzte Ehre.

          In der rheinland-pfälzischen Gemeinde Gleisweiler hat die Unionsspitze am Mittwoch Abschied vom verstorbenen ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler genommen. Unter den Gästen der Trauerfeier in Geißlers langjährigem Wohnort waren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert und Generalsekretär Peter Tauber.

          Auch zahlreiche ehemalige CDU-Ministerpräsidenten wie Kurt Biedenkopf (Sachsen), Bernhard Vogel (Rheinland-Pfalz) und Erwin Teufel (Baden-Württemberg), der die Trauerredehalten sollte, erwiesen Geißler die letzte Ehre. Geißler hatte zuletzt in Gleisweiler gelebt, nach der Trauerfeier sollte der Politiker dort beigesetzt werden.

          Teufel: „Ein streitbarer Geist“

          Geißler war am 11. September im Alter von 87 Jahren gestorben. Er war von 1977 bis 1989 CDU-Generalsekretär und polarisierte in dieser Zeit auch mit heftigen Attacken. Nach seiner Zeit in der aktiven Politik trat der langjährige Bundestagsabgeordnete mehrmals als Schlichter auf und war zudem Bestsellerautor.

          Die Trauerrede hielt der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel, (CDU). Er sagte vor Beginn der Trauerfeier mit Blick auf Geißler: „Er war ein streitbarer Geist
          und ein lieber Freund, mit dem man offen über alles diskutieren konnte.“

          Auf der Straße vor der Kirche konnten mehrere Hundert Zuschauer die Trauerfeier auf einer Leinwand mitverfolgen. Anschließend sollte der Leichnam Geißlers auf dem Friedhof des 600-Einwohner-Ortes, in dem er bis zuletzt gelebt hatte, beigesetzt werden.

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