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Amokfahrt von Münster : Von Storch bedauert umstrittenen Tweet

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Die stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Beatrix von Storch Bild: dpa

Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch hat ihre Reaktion auf die Amokfahrt von Münster als Fehler bezeichnet. Und sie im gleichen Atemzug verteidigt.

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          Die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch hat sich von ihrem umstrittenen Twitter-Beitrag nach der Amokfahrt von Münster distanziert. „Ich habe mit meinem Tweet zu Münster einen Fehler gemacht und das tut mir leid“, schrieb von Storch auf ihrer Facebook-Seite.

          „Wie Millionen andere Deutsche“ sei sie aber davon ausgegangen, „dass es sich um einen islamischen Anschlag gehandelt hat“. Es sei aber falsch gewesen, davon auszugehen, „dass eine dieser Zeitbomben hochgegangen“ sei, als die Lage noch nicht klar gewesen sei, schrieb sie mit Blick auf Gefährder in Deutschland.

          Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag hatte unmittelbar nach den ersten Meldungen über die Amokfahrt in Münster bei Twitter nahegelegt, ein Flüchtling sei für die Tat verantwortlich. Später legte sie nach, der Täter sei ein „Nachahmer“ islamistischer Gewalttäter. Von Storch ist in der Vergangenheit wiederholt durch umstrittene Tweets aufgefallen. Für ihren Beitrag zu Münster war sie parteiübergreifend kritisiert worden, auch vom AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen.

          Der als psychisch labil eingestufte Amokfahrer Jens R. hatte am Samstag einen Campingbus in eine Menschengruppe vor einer Gaststätte in Münster gesteuert. Nach der Todesfahrt erschoss sich der 48-jährige Deutsche in dem Fahrzeug. Nach Erkenntnissen der Ermittler handelte der Täter eindeutig in Suizidabsicht.

          In der ersten Version dieser Meldung hatten wir inkorrekt aus der Facebook-Nachricht zitiert. Statt von einem „islamistischen“ Anschlag, ist dort von einem „islamischen“ Anschlag die Rede, wie es nun auch richtig im zweiten Absatz steht.

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