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Beate Gilles : Erstmals Frau an der Spitze des Bischofs-Sekretariats

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Beate Gilles auf einem undatierten Bild der Bischofskonferenz Bild: Schnelle/Deutsche Bischofskonfer/Deutsche Bischofskonferenz/obs

Beate Gilles wird den Posten als Generalsekretärin der Bischofskonferenz im Juli antreten. Die Theologin sprach von einer herausfordernden, „aber auch spannenden Phase für die katholische Kirche in Deutschland“.

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          Erstmals übernimmt eine Frau die Leitung des Sekretariats der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die Bischöfe wählten am Dienstag auf ihrer Frühjahrsvollversammlung Beate Gilles als Generalsekretärin der Konferenz und Geschäftsführerin des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD). Die 50 Jahre alte Gilles tritt am 1. Juli die Nachfolge von Hans Langendörfer an, der Anfang Januar 2021 nach 24 Jahren in den Ruhestand getreten war.

          Der Konferenzvorsitzende, Bischof Georg Bätzing, bezeichnete die Wahl als starkes Zeichen, „dass die Bischöfe ihrer Zusage nachkommen, Frauen in Führungspositionen zu fördern“. Gilles gelte als profunde Theologin, stark in den vielfältigen Strukturen der katholischen Kirche vernetzt und mit besten organisatorischen Fähigkeiten ausgestattet. Mit der Veränderung des Titels „Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz“ komme man einer Anpassung an die internationalen Gegebenheiten nach, zumal das kirchliche Recht diese Begrifflichkeit verwende.

          Gilles sprach von einer herausfordernden, „aber auch spannenden Phase für die katholische Kirche in Deutschland“. Mit dem Reformdialog des Synodalen Wegs habe etwas Neues begonnen. „Dieser Prozess wird es mir ermöglichen, die differenzierte katholische Landschaft schnell kennenzulernen“, sagte sie.

          Gilles, 1970 in Hückeswagen im Bergischen Land geboren, studierte von 1989 bis 1995 an der Universität Bonn katholische Religionslehre und Deutsch. 2000 promovierte sie mit einer liturgiewissenschaftlichen Arbeit zu Gottesdienstübertragungen in den Medien. Von 2000 bis 2010 war Gilles Leiterin und Geschäftsführerin des Katholischen Bildungswerkes Stuttgart. Seit 2010 ist sie Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg. Sie ist zudem seit 2020 ehrenamtliche Bundesvorsitzende von IN VIA Deutschland, dem katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit.

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