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Soldaten und Zivilisten : Deutschland behandelt 162 ukrainische Kriegsverletzte

Die Hand des Ukrainers am 26. März 2020 im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, der durch eine Minenexplosion in der Ostukraine verletzt wurde. Bild: Hannah Aders

Die Zahl der kriegsverletzten Ukrainer in deutschen Krankenhäusern steigt. Bei ihrer Verteilung kommt ein Konzept zum Einsatz, das Deutschland noch aus den Hochzeiten der Corona-Pandemie kennt.

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          In Deutschland wird aktuell eine niedrige dreistellige Zahl an Kriegsverletzten aus der Ukraine behandelt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) teilte der F.A.Z. auf Anfrage mit, dass Stand Freitag 162 Personen in Deutschland behandelt würden. Dabei handele es sich lediglich um Menschen, die über staatliche Mechanismen nach Deutschland transportiert wurden. Grundlage hierfür seien bilaterale Absprachen mit der Ukraine oder der europäische Katastrophenschutzmechanismus (UCPM). Menschen, die auf anderen Wegen nach Deutschland gelangten, werden demnach statistisch nicht erfasst.

          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik

          Wie eine Sprecherin des BBK mitteilte, sind die Zahlen der Verletzten anfangs deutlich niedriger gewesen und stiegen nun an, da sich die Prozesse zur Aufnahme etabliert hätten. Die Verteilung der Verletzten erfolge in Deutschland in etwa gleichmäßig. Die Bundesländer berieten regelmäßig auf eigenen Konferenzen darüber, wo die Patienten aufgenommen und wie sie verteilt werden.

          Die Abläufe nach dem so genannten Kleeblattkonzept sind während den Hochzeiten der Corona-Pandemie erprobt worden, als schwer Erkrankte aus Gebieten mit überlasteten Krankenhäusern in Deutschland verteilt wurden. Neu ist, dass zusätzlich zu den fünf bestehenden Kleeblattregionen vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine das BBK als sechstes Element beteiligt ist.

          Wie die Sprecherin des BBK weiter erklärte, wird zwischen Zivilisten und Soldaten – so wie es das humanitäre Völkerrecht vorsieht – nicht unterschieden. Ausgewiesen wird jedoch, wie hoch der Anteil der Patienten ist, die an deutschen Militärkrankenhäusern behandelt werden. Demnach werden von den 162 Personen vier in den Krankenhäusern der Bundeswehr behandelt. Von den fünf Einrichtungen, über die die Streitkräfte verfügen, sind aktuell Hamburg, Ulm und das Zentralkrankenhaus in Koblenz beteiligt. Dort wurden bereits vor dem russischen Überfall ukrainische Soldaten behandelt, die im Krieg in der Ostukraine seit 2014 verletzt worden waren.

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