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Wegen Testpanne : Söder verliert bundesweit an Zustimmung

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Viel zu erklären: Markus Söder mit der Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml (beide CSU), in einer Pressekonferenz am 13. August in München Bild: dpa

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat wegen der Corona-Testpanne in Bayern bundesweit an Zustimmung verloren. Das ergab eine Umfrage des Instituts Insa.

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          Nach den Coronatest-Pannen in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei den Bürgern bundesweit an Zustimmung verloren. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts Insa. Danach erreicht der auch als möglicher Unionskanzlerkandidat gehandelte Söder in dieser Woche einen Zustimmungswert von 149 bei 300 möglichen Punkten – ein Minus von zehn Punkten im Vergleich zur Vorwoche.

          Dennoch liegt der CSU-Chef punktgleich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (minus drei auf 149 Punkte) weiter an der Spitze der Rangliste von 22 deutschen Spitzenpolitikern. Rang drei belegt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (minus zwei auf 127 Punkte), dahinter folgt der designierte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (plus fünf auf 124 Punkte).

          Auch das Ansehen der Staatsregierung hat durch die Panne gelitten. Das gaben 59 Prozent der Befragten in einer Umfrage im „17:30 Sat.1 Bayern Wählercheck“ an, die der Fernsehsender an diesem Freitagnachmittag zeigen will. 37 Prozent sahen das nicht so, und vier Prozent antworteten mit „weiß nicht“ oder machten keine Angaben. Zehntausende Menschen mutmaßlich aus ganz Deutschland hatten tagelang auf das Ergebnis ihrer Corona-Tests gewartet, die sie zum Beispiel an den Teststationen an Autobahnen gemacht hatten. Darunter waren auch mehr als 900 positiv Getestete.

          CSU in Sonntagsfrage bei 47 Prozent

          Dennoch waren drei Viertel (75 Prozent) der Befragten der Meinung, das Krisenmanagement der Regierung in Bayern sei besser als in anderen Bundesländern. Nur vier von 100 Befragten gaben an, im Freistaat laufe es „alles in allem schlechter“. Ein Fünftel (20 Prozent) sieht indes keine großen Unterschiede. Im Vergleich zu den Umfragen im Juli und April/Mai dieses Jahres verbesserte sich die Stimmung jeweils in Teilen. Das Hamburger Umfrage-Institut GMS hatte diesmal laut Mitteilung vom 17. bis 20. August im Auftrag von „17:30 Sat.1 Bayern“ 1005 Personen repräsentativ am Telefon befragt.

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          Verantwortlich für die Tests für Reiserückkehrer ist Gesundheitsministerin Melanie Huml. Sie hatte Regierungschef Markus Söder (beide CSU) zweimal ihren Rücktritt angeboten, er lehnte jedoch ab. Jeweils rund 45 Prozent der Befragten halten das für richtig beziehungsweise falsch. Dabei überwiegt bei den Anhängern der Regierungsparteien CSU und Freie Wähler die Zustimmung. Wer eher eine der Oppositionsparteien wählen würde, antwortete in der Umfrage hingegen, Söder hätte Humls Rücktrittsangebot annehmen sollen.

          Folgen für die Verhältnisse im Land hat das Ganze aber verglichen mit anderen Umfragen der letzten Zeit kaum: Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, würden 47 Prozent für die CSU stimmen (Landtagswahl 2018: 37 Prozent), 18 Prozent für die Grünen (18), neun Prozent für die SPD (zehn), sieben Prozent für die AfD (zehn) und echs Prozent für die Freien  Wähler (zwölf). Alle anderen Parteien würden es nicht in den Landtag schaffen.

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