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Bayerns Grüne : „Der Einzelne fliegt bei uns zwangsläufig mehr“

Grünes Doppel: Ludwig Hartmann und Katharina Schulze Bild: Jan Roeder

Im Interview erklären die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bayerischen Landtag, warum das Interesse des Ministerpräsidenten fürs Klima unglaubwürdig ist – und grüne Bundestagsabgeordnete öfter fliegen als andere.

          5 Min.

          Frau Schulze, Herr Hartmann, haben Sie manchmal Angst, dass Markus Söder Ihnen auch noch die letzten grünen Themen wegnimmt?

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Alexander Haneke

          Redakteur in der Politik.

          Schulze: Die Klimakrise ist die große Herausforderung der Menschheitsgeschichte. Deshalb brauchen wir alle, die da in irgendeiner Form mitmachen. Ich finde es ja gut, dass er wenigstens verbal aufgeschlossen ist. Jetzt muss daraus auch wirksame Politik werden.

          Hat er nicht schon viel angestoßen?

          Schulze: Im Klimapaket gibt es ein paar gute Ansätze. Etwa die Senkung der Mehrwertsteuer für die Bahn. Aber es ist typisch Groko und eben auch typisch Söder: Er macht einen kleinen Schritt, geht aber nicht weit genug. Wo ist zum Beispiel die Kerosinsteuer? Wenn wir wirklich wollen, dass weniger geflogen wird, müssen wir da auch ran. Wir haben ein Zehn-Punkte-Programm für den Klimaschutz in Bayern vor Ort präsentiert, wo Söder ja regiert. Dem kann er gerne zustimmen für wirksamen Klimaschutz.

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