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Bayern : Stoiber will bis 2013 regieren

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„Die mich gut kennen wissen, dass ich nie halbe Sachen mache” Bild: dpa

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat es ausgeschlossen, nach einem Sieg bei der Landtagswahl vorzeitig sein Amt an einen Nachfolger weiterzugeben. Zudem gestand er Fehler im Umgang mit seiner Kritikerin Gabriele Pauli ein.

          Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber will bis zum Jahr 2013 Ministerpräsident in Bayern bleiben. Am Rande der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth schloss Stoiber am Dienstag aus, nach einem Sieg bei der kommenden Landtagswahl im Jahr 2008 vorzeitig sein Amt an einen Nachfolger weiterzugeben.

          „Die mich gut kennen wissen, dass ich nie halbe Sachen mache“, sagte Stoiber. Er gehe davon aus, dass er für die CSU abermals ein Ergebnis von „50 Prozent plus X“ holen werde, sagte der seit 1993 amtierende bayerische Ministerpräsident.

          „Wer macht schon keine Fehler?“

          Gleichzeitig gestand Stoiber in der Auseinandersetzung mit der Fürther Landrätin Gabriele Pauli Fehler ein. „Wer macht schon keine Fehler? Natürlich gibt es immer wieder die eine oder andere Position, die hätte im Nachhinein anders eingenommen werden müssen.“ Das spiele nach der offenen Unterstützung durch das CSU-Präsidium nun aber keine Rolle mehr, so Stoiber. „Es geht darum, vernünftige Politik zu machen.“ Es gebe viele Probleme, die die Menschen bewegten und für die sie Lösungen der Politik verlangten.

          Abwarten und Kaffee trinken?

          Stoiber wird sich aller Voraussicht nach in der nächsten Woche mit seiner CSU-internen Kritikerin Pauli treffen. „Es geht jetzt nur noch darum, die Terminkalender abzustimmen“, sagte ein Sprecher der Fürther Landrätin am Dienstag. Es laufe derzeit aber alles auf nächste Woche hinaus.

          Stoiber „immer“ für offene Diskussion

          Stoiber, der sich erst am Wochenende zu einem Gespräch mit Frau Pauli bereit erklärte, sagte der Zeitung „Passauer Neue Presse“ am Dienstag: „Ich bin immer für eine offene Diskussionskultur auch mit kritischen Anmerkungen.“ Deshalb erwarte er „ein gutes Gespräch, auch wenn wir sicher in der einen oder anderen Frage unterschiedlicher Meinung sind“.

          Frau Pauli hat sich in den vergangenen Wochen wiederholt gegen Stoiber als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr ausgesprochen und damit in der Partei eine Debatte über den 65 Jahre alten Ministerpräsidenten ausgelöst. Am Montag stellte sich das Präsidium geschlossen hinter Stoiber und wies Paulis Vorschlag einer Mitgliederbefragung ab. An der Basis brodelt es aber weiter. Außerdem hatten sich die Umfragewerte für Stoiber zuletzt deutlich verschlechtert.

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