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Nahverkehr und Einzelhandel : Bayern beschließt FFP2-Maskenpflicht

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Bayern geht noch stärker gegen das Coronavirus vor. Von kommendem Montag an müssen im Nahverkehr und in Geschäften hochwertigere Masken getragen werden. Unterdessen sagt Bundeskanzlerin Merkel: „Es bleibt hart bis Ostern.“

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          Bayern führt ab Montag eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften ein. Die Masken schützten nicht nur andere Menschen, sondern auch ihre Träger, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts vor Journalisten in München. Zudem wurde eine wöchentliche Testpflicht für Grenzpendler beschlossen.

          Die Maßnahmen begännen langsam zu wirken, sagte Söder. Bei der Zahl der Neuinfektionen machte er für sein Bundesland eine „verhalten positive Tendenz“ aus. Allerdings seien die Todeszahlen weiter hoch. Es sei noch nicht klar, wie sich die Feiertage schlussendlich auswirkten. „Große Sorge“ mache ihm außerdem die Virusmutation aus Großbritannien, die inzwischen auch in Deutschland festgestellt wurde.

          Söder sprach von einem „Wettlauf gegen die Zeit“. FFP2-Masken seien inzwischen leicht erhältlich und im Überfluss vorhanden, sagte er. Eine Testpflicht für Grenzpendler sei zwar im vergangenen Jahr vom bayerischen Verwaltungsgerichtshof gekippt worden. Nun, da der Bund eine neue Quarantäneverordnung ausgearbeitet habe, könne aber auf dieser Grundlage wieder eine wöchentliche Testpflicht eingeführt werden. Der Ministerpräsident sagte: „Corona nimmt sich jeden Freiraum, den man ihm lässt; erst wenn wir ausreichend geimpft sind, ist der Spuk beherrschbar.“

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet unterdessen mindestens bis April mit großen Härten wegen der Corona-Pandemie. „Es bleibt hart bis Ostern“, sagte Merkel nach F.A.Z.-Informationen und Informationen der Nachrichtenagentur AFP vom Dienstag. Die Äußerung ist demnach vor Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Inneres der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin gefallen. In Fraktionskreisen wurde ausdrücklich darauf verwiesen, dass Merkel nicht von einer Verlängerung des derzeitigen Lockdowns bis Ostern gesprochen habe. Das Osterfest fällt in diesem Jahr auf das erste April-Wochenende.

          Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, Merkel habe „harte Maßnahmen“ für die kommenden acht bis zehn Wochen in Aussicht gestellt. Die Zeitung zitierte sie mit den Worten: „Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine zehnfache Inzidenz.“

          Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) äußerte sich ebenfalls; er hält angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Februar für möglich. Die Zahlen seien nicht so, dass man „ein großes Öffnungskonzert“ veranstalten könne, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. „Wenn es nicht gut kommt, müssen wir eventuell sogar noch mal verschärfen.“ Baden-Württemberg sei mit dem bisherigen strengen Kurs gut gefahren.

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