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Richtungskampf in Bayern : Fraktionschef Markus Plenk verlässt AfD-Fraktion

  • Aktualisiert am

Markus Plenk (AfD) im November im Bayerischen Landtag Bild: dpa

Der bisherige AfD-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag will seinen Posten abgeben – und womöglich auch aus der Partei austreten. Damit erreicht der Richtungskampf in der Fraktion einen neuen Höhepunkt.

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          Der AfD-Fraktionsvorsitzende Markus Plenk will seinen Posten abgeben, aus der Fraktion und voraussichtlich auch aus der Partei austreten. „Ich verlasse die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag“, sagte Plenk am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Er gehe davon aus, dass er auch aus der Partei austreten werde. Zuvor hatte der „Spiegel“ über Plenks Vorhaben berichtet.

          „Ich habe es satt, die bürgerliche Fassade einer im Kern fremdenfeindlichen und extremistischen Partei zu sein“, sagte Plenk dem Magazin nach Angaben vom Freitag. Er habe das Gefühl, „sich mitschuldig zu machen“ an der von Teilen der AfD betriebenen Spaltung der Gesellschaft. Offenbar plant Plenk auch, in die CSU-Fraktion zu wechseln.

          Plenk führt die Fraktion zusammen mit Katrin Ebner-Steiner. Mit seiner Ankündigung erreicht der Richtungskampf in der bayerischen AfD-Fraktion einen neuen Höhepunkt. In der vergangenen Woche hatte bereits der Abgeordnete Raimund Swoboda seinen Rückzug wegen eines Rechtsrucks der Fraktion erklärt. Auf einen ursprünglich angekündigten Ausschluss des mit Swoboda solidarischen Abgeordneten Franz Bergmüller verzichtete die Fraktion dann kurzfristig.

          Die als Vertraute des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke geltende Ebner-Steiner erklärte, sie habe „schon länger“ den Abgang von Plenk erwartet. Dieser habe bereits vor einiger Zeit sein Büro komplett leer geräumt und sei kaum noch aufgetaucht. Ebner-Steiner forderte Plenk auf, sein Mandat zurückzugeben.

          Die AfD war bei der Landtagswahl im Oktober mit 10,2 Prozent erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und schnitt als viertstärkste Kraft stärker ab als die SPD. Nach der Zahl der Abgeordneten ist die AfD inzwischen aber nur noch fünftstärkste Kraft.

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