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Anstieg unerlaubter Einreisen : Bayerische Grenzpolizei verstärkt Schleierfahndung

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Kontrollstelle der bayerischen Polizei bei Lindau an der Grenze zu Österreich im September 2015 Bild: dpa

Das bayerische Innenministerium rechnet mit einem weiteren Anstieg der unerlaubter Einreisen vor allem über die Westbalkanroute. Der EU-Außengrenzschutz sei weiterhin „leider mangelhaft“.

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          Die bayerische Grenzpolizei wird in den kommenden Wochen verstärkt in den Grenzregionen zu Tschechien und Österreich kontrollieren. Der Grund: „Nach Einschätzung unserer Migrationsexperten ist in den kommenden Monaten mit einem weiteren Anstieg der unerlaubten Einreisen vor allem über die Westbalkanroute zu rechnen“, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in München mit. Der EU-Außengrenzschutz sei weiterhin „leider mangelhaft“, ergänzte Herrmann.

          Mit den Kontrollen per Schleierfahndung wolle man auch Schleusergruppe noch konsequenter verfolgen. Die Grenzpolizei werde von der Bereitschaftspolizei unterstützt. Zudem stehe man im Austausch mit der Bundespolizei.

          Die Grenzpolizei hat nach Herrmanns Worten 2021 deutlich mehr Aufgriffe verzeichnet als 2020. 1781 unerlaubte Einreisen registrierten die Beamtinnen und Beamten, das ist ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend setze sich fort, sagte der Innenminister. So habe die bayerische Grenzpolizei von Januar bis Ende August 2022 im 30-Kilometer-Bereich an den Grenzen zu Tschechien und Österreich 1650 Fälle festgestellt.

          Aktuell arbeiten bei der Grenzpolizei rund 800 Polizistinnen und Polizisten. Bis 2025 soll es mehr als 1000 Stellen geben.

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