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Bayerische Grenzpolizei : Ein Tag bei der Schleierfahndung

  • -Aktualisiert am

Die Papiere bitte: Personen- und Fahrzeugkontrolle an der Autobahn 8 Bild: Patrick Junker

Erfahrung spielt eine große Rolle bei der Arbeit der 2018 wieder gegründeten Bayerischen Grenzpolizei. Unser Autor war einen Tag mit den Beamten unterwegs – es ist ein Einblick in das weitgehend grenzenlose Europa.

          10 Min.

          Über die Einführung der bayerischen Grenzpolizei ist viel gelästert worden: „Absurd“ nannte sie die grüne Innenpolitikerin Katharina Schulze und rief mit ihrer Fraktion unter dem Motto „Kein Europa der Schlagbäume“ den Verfassungsgerichtshof an mit dem Ziel der Abschaffung der Grenzpolizei. Aber auch mancher nicht-grüne Bayer fragte sich angesichts der Parallelexistenz der Bundespolizei, die doch eigentlich für den Grenzschutz zuständig ist, und zwar auch in Bayern: Braucht’s des? Die Grenzpolizeiinspektion Piding, gelegen an der bayerisch-österreichischen Grenze nahe Salzburg, ist ein guter Ort, um das zu überprüfen. Dienststellenleiter Bernhard Resch hat fürs Innenministerium das taktische Konzept der Grenzpolizei entwickelt. An dem Tag, an dem wir seine Beamten bei ihren Einsätzen begleiten, gibt uns der Polizeidirektor erst einmal eine Einweisung, was die Grenzpolizei macht und darf. Das ist gar nicht so einfach.

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          In den ersten Monaten ihrer offiziellen Existenz, von August 2018 bis Ende 2018, stellte die Grenzpolizeiinspektion Piding 199 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest, sie beschlagnahmte 21 Fahrzeuge, die zur Fahndung ausgeschrieben waren, fand 88 gefälschte oder verfälschte Dokumente und griff 118 illegal eingereiste Personen auf. Zwölf Aufgriffe gab es im Bereich der Eigentumskriminalität: E-Bikes, Wasserarmaturen aus Baumärkten, komplette Inhalte von Landmaschinengeschäften, oft versteckt in Kastenwagen unter Altreifen oder Schrott.

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