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Anwältin Basay-Yildiz : „Meine Familie ist zum Abschuss freigegeben“

Vertritt jene, die die Sicherheitsbehörden hinter Gittern sehen wollen: Strafverteidigerin Basay-Yildiz Bild: dpa

Die Anwältin Seda Basay-Yildiz hat eine weitere Morddrohung vom „NSU 2.0“ erhalten. Die Schutzmaßnahmen für ihr Haus, die das LKA empfiehlt, muss sie selbst zahlen. Dafür kritisiert sie den hessischen Innenminister scharf.

  • -Aktualisiert am
          5 Min.

          Im Juli wird Seda Basay-Yildiz von der Stadt Wiesbaden mit dem Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Sie habe „in herausragender Art und Weise Zivilcourage“ im Umgang mit rechtsextremen Bedrohungen bewiesen, hieß es vor ein paar Tagen von der hessischen Landeshauptstadt als Begründung. Kurz darauf erhielt Basay-Yildiz wieder ein Drohschreiben. Wieder unterschrieben mit „NSU 2.0“, wieder mit Morddrohungen. Mehr als ein Dutzend dieser Schreiben hat sie mittlerweile erhalten.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Die Anwältin steht im Mittelpunkt eines Falls, der die hessischen Sicherheitsbehörden seit zweieinhalb Jahren erschüttert. Sie stehen im Zusammenhang mit Drohschreiben, die Bezug nehmen auf die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“, die auch in Kassel mordete. Das hessische Landeskriminalamt (LKA) ermittelt dazu mit einer Sonderkommission. Zwischenzeitlich zählten 80 Beamte dazu. Zudem hat der Innenminister einen Sonderermittler eingesetzt. Aber der Täter wähnt sich ganz offensichtlich weiterhin in Sicherheit.

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