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Obama zu Besuch in Berlin : Ein Treffen unter alten Freunden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der ehemalige US-Präsident Barack Obama kommen nach einem Gespräch am Freitag aus dem Kanzleramt. Bild: dpa

Ein rein privates Treffen nennt es Regierungssprecher Seibert: Barack Obama ist am Freitag vor dem Berliner Kanzleramt vorgefahren, um Angela Merkel zu treffen. Doch der eigentliche Zweck seines Besuches in Berlin ist ein anderer.

          Barack Obama fährt am Freitagnachmittag vor dem Berliner Kanzleramt vor, um eine alte Freundin zu treffen. Rein privat sei die Unterredung, keine politische Absicht sei damit verbunden, beteuert schon vor dem Treffen des früheren amerikanischen Präsidenten mit Angela Merkel der Regierungssprecher Steffen Seibert.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Es sei eine persönliche Begegnung der Bundeskanzlerin mit einem Kollegen, mit dem „sie eine Strecke lang gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet hat“. Schon gar nicht wollte Seibert zugestehen, dass mit dem freundlichen Empfang versteckte Botschaften an den gegenwärtigen Amtsinhaber im Weißen Haus Donald Trump gesendet werden sollten: „diesem Eindruck würde ich entschieden widersprechen“, sagte der Regierungssprecher.

          Die Aufmerksamkeit, die Obamas Rendezvous mit seiner politischen Vergangenheit in Berlin findet, lenkt den Blick eher weg vom eigentlichen Zweck seines Besuches in der deutschen Hauptstadt. An diesem Samstag sind rund 300 Jugendliche und Studenten zu einem Diskussionstreffen („town hall meeting“) mit Obama geladen, um Wege in eine friedlichere und bessere Zukunft zu erkunden. Die Stiftung des früheren Präsidenten fördert solche Initiativen und unterstützt junge Führungskräfte in dem Bemühen, sich in der Gesellschaft und in der Politik zu engagieren.

          Obama war am Donnerstagabend schon in Köln in einer Halle vor interessierten Zuhörern aufgetreten, die für dieses Ereignis zwischen 70 und 5.000 Euro Eintritt zahlten – in den Preisen für die teuren Karten war die Teilnahme an einem Abendessen mit dem einstigen Präsidenten inbegriffen.

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