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Nach Tod mehrerer Schwarzer : Obama begrenzt Militärausrüstung bei Polizeieinsätzen

  • Aktualisiert am

Einsatz mit schwerem Militärgerät: Nationalgarde Mitte August 2014 in Ferguson, Missouri Bild: Reuters

Nach dem Tod mehrerer schwarzer Bürger bei Verhaftungen oder im Polizeigewahrsam hat Präsident Obama jetzt erste Konsequenzen gezogen. Er beließ es nicht bei einer Gesetzesinitiative.

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          Der amerikanische Präsident Barack Obama setzt der Polizei nach einer Reihe gewaltsamer Übergriffe auf Afroamerikaner Grenzen beim Einsatz militärischen Geräts. So dürfen die Beamten nach Angaben des Präsidialamts künftig nicht mehr spezielle sprengstofffeste Kettenfahrzeuge verwenden. Der Einsatz anderer Ausrüstungsgegenstände wie etwa minengeschützter Fahrzeuge oder Schutzschilde muss von den Dienststellen ausreichend begründet werden.

          Obama werde die per präsidialer Anordnung verhängten Schritte im Laufe dieses Montags während eines Besuchs im Bundesstaat New Jersey ankündigen. In Camden will er sich dabei über Methoden informieren, die das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei wieder stärken sollen.

          Die Polizei in den Vereinigten Staaten war in den vergangenen Monaten massiv unter Druck geraten, nachdem mehrere Schwarze von Beamten getötet worden waren. In vielen Städten kam es zu Protesten und Ausschreitungen. Obama ist der erste schwarze Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

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