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Neue Zahlen : Nur noch jeder dritte Asylbewerber wird anerkannt

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Speisesaal einer Aufnahmeeinrichtung in Bamberg: Hier werden vor allem Asylbewerber aus sogenannten sicheren Herkunftsländern untergebracht, die wenig Aussicht auf Asyl haben. Bild: Tobias Schmitt

Der Rückgang der positiven Bescheide müsse laut Bamf „nicht zwingend“ an einem „übergeordneten Grund“ liegen. Die Behörde verweist unter anderem auf die Zuständigkeit anderer EU-Staaten nach der Dublin-Verordnung

          Die Anerkennungsquote von Asylbewerbern ist einem Zeitungsbericht zufolge im laufenden Jahr stark gesunken. Nur noch bei einem von drei Schutzsuchenden komme das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um einen Schutzberechtigten handle, berichtete die „Welt“ am Dienstag unter Berufung auf die Behörde.

          Zwischen Januar und Ende April hätten nur 32,5 Prozent der in diesem Zeitraum knapp 93.400 getroffenen Entscheidungen mit der Vergabe eines Schutztitels geendet, berichtete das Blatt. 2017 endeten demnach noch deutlich mehr, nämlich 43,4 Prozent der insgesamt 603.000 Asylentscheidungen positiv. Im Rekordjahr 2016 lag die Anerkennungsquote bei 696.000 Asylentscheidungen demnach bei 62,4 Prozent.

          „Ein übergeordneter Grund für die Veränderung der Gesamtschutzquote innerhalb eines Zeitraums" müsse „nicht zwingend“ vorliegen, zitierte die Zeitung das Bamf. Diese basiere „auf Einzelfällen, die individuell geprüft und entschieden werden“. Das Bamf verwies dem Bericht zufolge aber darauf, dass die gesunkene Anerkennungsquote stark mit den vielen Verfahrenserledigungen zu tun habe. Die Behörde verwies demnach unter anderem auf die Zuständigkeit anderer europäischer Staaten nach der Dublin-Verordnung.

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