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Bamf-Leiter im Gespräch : „Wir sind deutlich schneller geworden“

Berlin 2015: Asylsuchende vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales. Bild: Polaris/laif

Wenn es darum geht, geltendes Recht durchzusetzen, ist er ein Hardliner. Das sagt Hans-Eckhard Sommer über sich. Im Interview erklärt der Bamf-Chef, was sich bei Asylverfahren und Rückführungen verändert hat.

          4 Min.

          Herr Sommer, Sie haben sich selbst einmal als „Hardliner" bezeichnet. Was meinten Sie damit?

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Ich bin von Ihren Kolleginnen und Kollegen als solcher bezeichnet worden und habe das so stehen lassen, und zwar unter dem Aspekt, dass ich jemand bin, der dafür eintritt, das geltende Recht durchzusetzen. Im Ausländer und Asylbereich gilt man, wenn man dieses Vorhaben hat, scheinbar schon als ein Hardliner.

          Was hat sich seit Ihrem Amtsantritt vor einem Jahr im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geändert?

          Wir haben die ganze Führungs- und Organisationsstruktur des Hauses auf neue Beine gestellt und die Abteilungsleiterbesprechungen wieder intensiviert. Und wir sind auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit viel Wertschätzung zugegangen. Wir sind eine Leitung zum Anfassen, zum Ansprechen, da braucht keiner Scheu zu haben. Das hat zu einem Klimawechsel im Haus geführt.

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