https://www.faz.net/-gpf-9qvm4

Neuer Bamf-Bericht : Zahl der türkischen Asylbewerber steigt

  • Aktualisiert am

Die türkische Regierung lässt bis heute massiv angebliche Terrorverdächtige festnehmen oder des Amtes entheben. Bild: AFP

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind im August 11.076 Erstanträge und 1696 Folgeanträge auf Asyl eingegangen – 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Vor allem aus der Türkei kommen immer mehr Asylbewerber.

          Immer mehr Menschen aus der Türkei suchen in Deutschland Schutz. Im August stellten 1306 türkische Staatsbürger einen Asylantrag. Damit lag die Türkei im vergangenen Monat in der Liste der Hauptherkunftsländer von Asylbewerbern auf dem zweiten Platz hinter Syrien (2927 Asylanträge). Ein großer Teil der Asylbewerber, die im August beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Anträge stellten, kamen zudem aus Irak, Afghanistan oder Iran.

          Im Juli hatten die Türken in der Asylstatistik noch Platz drei belegt. Im Jahr 2018 waren türkische Asylbewerber die fünftstärkste Gruppe.

          Seit dem Putschversuch in der Türkei von 2016 sind die Zahlen derer, die das Land verlassen, auch offiziellen Statistiken zufolge stark angestiegen. Die Regierung lässt bis heute massiv angebliche Terrorverdächtige festnehmen oder des Amtes entheben. Verhaftungen und Entlassungen treffen aber auch Regierungskritiker, unter anderem Journalisten, Wissenschaftler, Aktivisten oder Intellektuelle.

          Insgesamt wurden im August in Deutschland 11.076 Erstanträge auf Asyl gestellt und 1696 Folgeanträge. Das waren 15,5 Prozent weniger als im August des vergangenen Jahres. Unter den 98.428 Erstanträgen, die das Bamf in den ersten acht Monaten dieses Jahres bearbeitet hat, waren laut Bundesinnenministerium 21.332 Kinder, die in Deutschland geboren wurden.

          Von den Anträgen, über die im August entschieden wurde, lehnte das Bamf knapp 30 Prozent ab. Anderweitig erledigt – etwa durch Rücknahme des Antrags oder durch Entscheidungen zur Rückführung in ein für den Antrag zuständiges EU-Land – haben sich den Angaben knapp 33 Prozent der Anträge.

          Weitere Themen

          Thunberg und Trump und der zornige Blick Video-Seite öffnen

          UN-Klimagipfel : Thunberg und Trump und der zornige Blick

          Ein Blick sagt mehr als tausend Worte: Amerikas Präsident Donald Trump ist überraschend beim UN-Klimagipfel in New York erschienen - die junge Kklimaaktivistin Greta Thunberg warf dem erklärten Skeptiker des menschengemachten Klimawandels am Rande einen Blick zu, der für sich spricht.

          Topmeldungen

          Nach Thomas-Cook-Pleite : Condor kämpft ums Überleben

          Der britische Mutterkonzern hat Insolvenz angemeldet, die deutsche Fluggesellschaft will nicht aufgeben, schließlich flog man Gewinne ein. Doch ohne Hilfe vom Staat wird das Überleben schwer.

          „Glückliches junges Mädchen“ : Trump verspottet Greta

          Der amerikanische Präsident kommentiert den Auftritt von Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel sarkastisch. Sie wirke wie ein „sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut“.
          Ein Aufkleber mit der Aufschrift „Human Organ For Transplant“ klebt auf einer Transportkühlbox für Spenderorgane.

          Ethikfrage bei Organspende : Wem gehört mein Körper – und warum?

          Der Bundestag will ein Gesetz beschließen, mit dem die Zahl der Organspender erhöht werden soll. Im Parlament stehen sich die Befürworter einer Widerspruchslösung und einer erweiterten Entscheidungslösung gegenüber. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.