https://www.faz.net/-gpf-9tfac

Bonner Bahnhof kurz gesperrt : Massenschlägerei nach Neonazi-Demo

  • Aktualisiert am

Der Bonner Hauptbahnhof in einer Aufnahme aus dem Sommer diesen Jahres, als größere Umbauarbeiten liefen. Bild: dpa

Wegen einer Schlägerei zwischen Demonstranten von rechten und linken politischen Gruppierungen wurde der Bonner Hauptbahnhof kurzzeitig gesperrt. Es sei zu turbulenten Szenen gekommen.

          1 Min.

          Der Bonner Hauptbahnhof ist am Samstagabend wegen einer Schlägerei zwischen zahlreichen Menschen kurzfristig gesperrt worden. Nach einer Demonstration von Rechtsextremisten in Remagen waren Demonstranten „von rechten und linken Gruppe“ auf dem Bahnhof aneinandergeraten, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend. Die Polizei rückte mit zahlreichen Kräften an. Menschen seien durchs Gleis gelaufen, es sei zu turbulenten Szenen gekommen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Polizei ermittele unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs.

          Nach ersten Erkenntnissen war nach Angaben des Polizeisprechers eine mit zahlreichen Demonstranten besetzte Regionalbahn auf der Strecke Koblenz - Oberhausen kurz nach 18 Uhr am Bonner Hauptbahnhof eingetroffen. Unvermittelt seien dann rund 20 Menschen, die die Polizei der rechten Szene zuordnet, sowie 100 Menschen, die der linken Szene zugerechnet werden, aufeinander losgegangen. Die Bundes- und Landespolizei waren demnach mit zahlreichen Kräften vor Ort, um die Lage zu beruhigen. Der Bahnhof wurde für kurze Zeit gesperrt.

          In Remagen in Rheinland-Pfalz hatten sich am Samstag zahllose Menschen mit mehreren Protestaktionen gegen eine Demonstration von Rechtsextremisten gestellt. Am Aufmarsch der Rechtsextremisten hatten nach Polizeiangaben etwa 130 Menschen teilgenommen. An einer Demonstration linker Gruppen nahmen demnach 800 bis 900 Menschen teil.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nach Wahlsieg : Die Heldengeschichten der Tories

          Nach dem Sieg in der Unterhauswahl will Boris Johnson die Bürokratie stärker auf seine Politik ausrichten, munkelt man – in Westminster löst das Unruhe aus. Wer zum Erfolg des Premiers entscheidend beigetragen hat, ist hingegen glasklar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.