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Nach Baerbocks Fehltritten : Satteln die Grünen doch auf Habeck um?

Wer kann’s besser? Baerbock und Habeck vor der Bundesdelegiertenkonferenz Anfang Juni in Berlin Bild: Imago

Bei den Grünen liegen nach der schlechten Performance der letzten Wochen die Nerven blank. Schon steht die Frage im Raum, ob sie vor der Wahl noch den Spitzenkandidaten wechseln sollten. Das wäre aber äußerst riskant.

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          Michael Kellner beginnt mit dem Wetter. „Wir sehen extreme Hitze in Kanada, Waldbrände auf Zypern, wir sind schon mittendrin in der Klimakrise“, sagt der Bundesgeschäftsführer der Grünen am Montag. Hinter seiner Partei liegt eine Woche, „wie ich sie mir nicht gewünscht habe“, sagt er. In dieser Woche ging es nicht ums Klima, sondern um das Buch der Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Sie hat sich, wie man nun weiß, ziemlich freimütig aus Zeitungsartikeln und anderen Publikationen bedient, ohne im Text kenntlich zu machen, dass es nicht ihre Ideen und Formulierungen sind, sondern dass diese von Wissenschaftlern, Journalisten oder Parteifreunden stammen.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Die Debatte, ob Baerbock als Kandidatin noch zu halten ist oder ob der Ko-Vorsitzende Robert Habeck an ihre Stelle treten soll, wird nicht nur in den Kommentarspalten der Zeitungen geführt, sondern längst auch in der Partei. Doch Kellner, der auch Wahlkampfleiter seiner Partei ist, will davon nichts wissen. Und meint, dass sich auch die Wähler nicht so dafür interessierten. „Ich bin überzeugt, dass es einen Hunger nach inhaltlicher Auseinandersetzung gibt“, sagt er, zum Beispiel, wie man die Pariser Klimaziele erreiche. Daher habe er die Pressekonferenz auch mit den Extremwetterlagen begonnen.

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