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Baerbocks Projekt : Feminismus für das Auswärtige Amt

Fokus auf Frauen: Außenministerin Baerbock in Montreal mit Absolventinnen eines Integrationsprogramms Bild: Imago

Mit Konferenzen, Gesten und Terminen versucht die deutsche Außenministerin, in ihrer Amtsführung die Grundsätze einer feministischen Außenpolitik zu etablieren. Mit ersten Erfolgen.

          5 Min.

          Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock trägt im Dienst meist Kleider statt Hosenanzüge – anders als Ursula von der Leyen, die Chefin der EU-Kommission, oder die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ist das allein schon ein Symbol der „feministischen Außenpolitik“, die Baerbock sich erklärtermaßen auf die Fahnen geschrieben hat? Die Ministerin arbeitet jedenfalls bewusst mit Bildern und Eindrücken, um politische Ziele zu verfolgen, also will sie womöglich öffentlich nicht bloß in ihrer dienstlichen Funktion, sondern auch be­wusst als Frau wahrgenommen werden.

          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Das Gruppenfoto zur jährlichen Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt, das dieser Tage auf den Stufen ihres Amtssitzes entstand, zeigt Baerbock um­geben von den Berufsdiplomatinnen, die Deutschland in vielen Ländern der Welt repräsentieren. Sie dominierten die erste Reihe der Abbildung, obwohl nur knapp ein Drittel der Botschafterposten (59 Stellen) mit Frauen besetzt ist; die männliche Mehrheit der Botschafter stand in den Reihen dahinter.

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