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"Gründlichkeit vor Eile" : Baerbock sieht keinen Termindruck bei Koalitionsverhandlungen

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Die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock. Die Partei sieht eine neue Dynamik beim Klimaschutz. Bild: dpa

In manchen Themenfeldern kämen Grüne, SPD und FDP „aus komplett anderen Welten“, sagt die Grünen-Ko-Vorsitzende Annalena Baerbock. Zwischenzeitlich habe es bei den Verhandlungen „heftig“ geruckelt

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          Die Grünen-Ko-Vorsitzende Annalena Baerbock sieht vor dem geplanten Abschluss der Ampel-Koalitionsverhandlungen nächste Woche keinen Termindruck. Es gelte die Devise „Gründlichkeit vor Eile“, sagte Baerbock auf dem Landesparteitag der brandenburgischen Grünen am Samstag in Potsdam. Die Verhandlungen mit der SPD und FDP seien eine „große Herausforderung“, sagte sie. Es werde nun „jede Minute, Tag und Nacht“ gesprochen. „Wie viele Tage es noch dauern wird, das werden wir sehen."

          Es gebe Themenfelder, da kämen die drei Parteien „aus komplett anderen Welten“, sagte Baerbock. Zeitweilig habe es „heftig“ geruckelt und bei den Grünen das Gefühl gegeben, für den Klimaschutz allein verantwortlich zu sein. Aber es gebe auch Bereiche, „wo diese Farbkonstellation eine wirklichen Aufbruch schaffen kann“.

          Baerbock forderte in ihrer Rede das Erreichen von Klimaneutralität als Leitlinie für jeden Politikbereich, „nicht nur für ein Umweltressort, sondern auch für die Landwirtschaft, für den Verkehr und vor allen Dingen für Wirtschaft und Industrie“.

          SPD, Grüne und FDP hatten am Dienstag erklärt, sie wollten in der kommenden Woche den Entwurf für einen Koalitionsvertrag vorlegen. Ein genauer Tag wurde nicht genannt. Am Montag soll erneut die 21-köpfige Hauptverhandlungsgruppe, der auch die jeweiligen Parteivorsitzenden sowie SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz angehören.

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