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Das Auto der Zukunft : Baden-Württemberg im Wasserstoff-Fieber

Arbeitsplatz mit Zukunft? Ein Superkondensator im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Vaihhingen Bild: Verena Müller

Deutschlands Südwesten hat sich zum wichtigen Standort für die Brennstoffzelle entwickelt – und forscht an der Alternative zum Batterieantrieb. Doch bis zum alltagstauglichen Wasserstoff-Auto ist es noch ein weiter Weg.

          6 Min.

          Vielleicht ist der „SLRV“ das Auto der Zukunft. Zwei Sitze, eine Knautschzone wie bei einem Mittelklassewagen, als Antrieb ist eine koffergroße Brennstoffzelle mit acht Kilowatt verbaut, die einen Elektromotor antreibt. Etwa 400 Kilometer Reichweite soll das Fahrzeuge einmal haben und nur 0,3 Kilogramm Wasserstoff für hundert Kilometer brauchen. Das „Safe Light Regional Vehicle“ ist noch nicht fertigentwickelt, in der Halle des Forschungsinstituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Campus der Stuttgarter Universität sind gerade die Räder an der Bodengruppe montiert und der Beifahrersitz provisorisch eingebaut worden. Aber die Entwickler sind fest davon überzeugt, dass sich ihre Technik irgendwann durchsetzen wird.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Franz Philipps forscht seit dreißig Jahren an der Brennstoffzellen-Technik. In seinem Labor steht eine Komponente, die man in einen Smart einbauen könnte. Auf dem Campus wird ein Lastenfahrrad mit Brennstoffzellantrieb getestet. Sogar ein Kleinflugzeug wird entwickelt. „Wasserstoff ist ein universeller, multifunktionaler Energieträger. Aus meiner Sicht ist die Dekarbonisierung des Verkehrs ohne die Wasserstoff-Technologie nicht zu machen“, sagt Philipps.

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