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Baden-Württemberg : Studenten sollen zurück in den Hörsaal

Studenten in der Freiburger Universitätsbibliothek Bild: Philipp von Ditfurth

Trotz steigender Inzidenzen ruft Baden-Württemberg seine Studenten zurück an die Universitäten. Für sie gilt die „3-G“-Regel. Wie die Hochschulen deren Einhaltung kontrollieren, ist ihnen überlassen.

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          Die baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen kehren in der Lehre mit sofortiger Wirkung zum Präsenzbetrieb zurück. Für Studenten gilt künftig die 3G-Regel. Das Bundesland gehört damit zu den ersten, die nach den drei Pandemiewellen und trotz derzeit steigender Inzidenzen die Studenten wieder in die Hörsäle und Seminarräume zurückholen. „Die Onlinelehre ist die Ergänzung, wo sie sinnvoll ist oder eine Verbesserung darstellt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Dienstag. Die Rückkehr zum Präsenzbetrieb sei unabhängig von den Inzidenzen möglich, weil es an den Hochschulen gute Impffortschritte gebe. Eine Statistik über Durchimpfung der Studierendenschaft gibt es nicht, Bauer vermutet eine hohe Impfquote, sie liege möglicherweise sogar bei 90 Prozent. Große Vorlesungen sollen aber weiterhin digital veranstaltet werden.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Die Universitätsleitungen sollen nun entscheiden, wie sie kontrollieren, ob die 3G-Regeln eingehalten werden. Möglich ist die Kontrolle mit einer App, die einige Universitäten schon verwenden. So nutzt die Hochschule für Technik in Stuttgart wie zahlreiche andere Universitäten die App UniNow. Damit ist der Immunstatus einfach zu kontrollieren. Die Universitäten können aber auch den Zugang zu den Lehrveranstaltungen stichprobenartig kontrollieren, dann müssen sie aber hierzu ein Modellprojekt auflegen und das Ergebnis der Stichproben wissenschaftlich dokumentieren. Auch ist es nach der neuen Verordnung möglich, dass die Hochschulen einen eigenen „Hörsaalpass“ über den Corona-Status ihrer Studenten ausstellen.

          Durch die neue Verordnung entfallen die Begrenzungen der Personenzahl für Seminarräume oder Hörsäle, der Mindestabstand soll weiterhin möglichst eingehalten werden. Weil das nicht immer möglich ist, bleibt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes grundsätzlich verpflichtend; es sei denn, die Studenten halten einen Vortrag oder essen in der Mensa. Die Universität Mannheim nimmt den Präsenzbetrieb als eine der ersten schon am 6. September wieder auf.

          Neben Baden-Württemberg haben auch Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz ähnliche Öffnungspläne, sie orientieren sich dabei an einem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), mit dem Voraussetzung für die Rückkehr zur Präsenz-Lehre die 3-Regel ist. Die Kontrolle nur über Stichproben und dass sich in Universitätsräumen bis 35 Studierende – unabhängig von der Inzidenz – aufhalten dürfen, ist eine Besonderheit im Südwesten.

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