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Baden-Württemberg : SPD verteidigt Pläne zur Homosexualität im Unterricht

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Der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch im Dezember zu Besuch in einer Schule in Nürtingen Bild: dpa

Die baden-württembergische SPD verteidigt die Pläne ihres Bildungsministers Stoch, die Toleranz für sexuelle Vielfalt in der Schule zu fördern. Die Petition gegen diese Pläne schüre Ängste und zeichne Zerrbilder, heißt es darin.

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          In der Debatte über Homosexualität im Schulunterricht hat die SPD ihrem Kultusminister Andreas Stoch den Rücken gestärkt. In einer in Stuttgart verabschiedeten Resolution stellt sich die SPD ausdrücklich hinter die geplante Reform der Landes-Bildungspläne. Der Parteivorsitzende Nils Schmid sagte während des traditionellen Spitzentreffens seiner Partei, die Vermeidung von Diskriminierung jeder Art müsse Teil der Bildungspläne sein.

          Die SPD verurteilte die von Zehntausenden unterstützte Petition, die sich gegen eine Aufwertung des Themas Homosexualität im Unterricht wendet. Sie mache Stimmung gegen Offenheit und Toleranz, zeichne Zerrbilder und versuche, Ängste zu schüren, heißt es in der Resolution. „Vollkommen absurd ist die Behauptung, man wolle die Schüler pädagogisch und moralisch umerziehen.“ Die teils homophoben Äußerungen im Zusammenhang mit der Petition seien erschütternd.

          „Ehe und Familie nicht infrage gestellt“

          Mit Blick auf die Kirchen heißt es in der SPD-Resolution, der Bildungsplan werde sich selbstverständlich am christlichen Menschenbild in der Landesverfassung und im Schulgesetz orientieren. „Entsprechend werden die Aspekte Familie, Eltern und Ehe in den neuen Bildungsplänen wie bisher auch verankert.“ Wenn man akzeptiere, dass es andere Lebensformen gebe, würden damit Familie und Ehe keineswegs infrage gestellt, heißt es in der Resolution.

          Die großen Kirchen lehnen die von Grün-Rot geplante Aufwertung des Themas Homosexualität im Unterricht strikt ab. Kinder und Jugendliche dürften bei ihrer Suche nach der sexuellen Identität nicht beeinflusst werden, hatten die katholische und evangelische Kirche am Freitag erklärt. Der Bildungsplan müsse sich am christlichen Menschenbild der Landesverfassung und des Schulgesetzes orientieren.

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