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Austritt aus der CDU : AfD wirbt um Steinbach

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Beatrix von Storch, stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, will Erika Steinbach für die Partei gewinnen. Bild: dpa

Nach der Austrittserklärung Erika Steinbachs buhlt die AfD um die langjährige CDU-Politikerin. Die CSU nutzt Steinbachs Rückzug dagegen für einen Seitenhieb auf die Schwesterpartei.

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          Die Alternative für Deutschland hat den Austritt Erika Steinbachs aus der Union begrüßt und die Konservative zum Eintritt in die AfD eingeladen. „Liebe Frau Steinbach, konservative Ex-CDU’ler sind in der AfD immer herzlich willkommen“, schrieb die stellvertretende AfD-Bundessprecherin Beatrix von Storch auf Twitter.

          AfD-Vize Alexander Gauland kündigte in der „Welt am Sonntag“ an: „Mit Erika Steinbach werde ich in der nächsten Zeit sicherlich telefonieren und auch über ihre weiteren politischen Pläne sprechen.“ Er werde sie jedoch nicht bedrängen.

          Bei der Erklärung ihres Austrittes hatte Steinbach die AfD gelobt. Zwar plane sie derzeit keinen Eintritt in die junge Partei „Aber ich hoffe, dass die AfD in den Bundestag einzieht, damit es dort endlich wieder eine Opposition gibt. Nur so bleibt die Demokratie lebendig“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

          „Aus der CSU wäre Steinbach nicht ausgetreten“

          Steinbach ist Sprecherin für Menschenrechte ihrer Fraktion und gehört dem Fraktionsvorstand sowie dem CDU-Bundesvorstand an. Sie sitzt seit 1990 für den Wahlkreis Frankfurt am Main II im Bundestag. Als Grund für ihren Austritt nannte sie unter anderem die Flüchtlingspolitik Angela Merkels und eine Anpassung an den linken Zeitgeist der Partei.

          Aus der Schwesterpartei CSU erhielt Steinbach Verständnis. "Aus der CSU wäre Steinbach nicht ausgetreten, da bin ich mir ganz sicher", erklärte der CSU-Bundestagsabgeordnete Bernd Fabritius, der auch Steinbachs Nachfolger an der Spitze des Vertriebenenverbands ist. Die CSU verfolgt eine deutlich restriktivere Flüchtlingspolitik als Merkel.

          Anderen Parteien kritisierten dagegen Steinbach und die Union. Als Reaktion auf die Ankündigung twitterte der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger: „Ein längst überfälliger Schritt. Warum die CDU ihre rechte Hetze so lange duldete, ist eine andere Frage.“

          Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner twitterte. „Krise der Konservativen hält an“. Der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour schrieb in dem Kurznachrichtendienst, Steinbach verlasse die CDU, „weil sie sie ja nicht mehr für ein Mandat braucht. Sehr charakterstark.“

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