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Seit der Wiedervereinigung : Auslandseinsätze der Bundeswehr kosteten Milliarden

  • Aktualisiert am

Soldaten der Bundeswehr fahren im Trainingszentrum in Letzingen mit einem Fuchs-Panzer. Bild: dpa

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die Auslandseinsätze der Bundeswehr in den vergangenen 25 Jahren etwa 21 Milliarden Euro gekostet. Außerdem gibt die Behörde Zahlen zu eingesetzten und gefallenen Soldaten bekannt.

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          Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums seit 1992 knapp 21 Milliarden Euro gekostet. Seit 1991 waren demnach rund 410.000 Soldaten in 52 internationalen Einsätzen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In diesem Zeitraum seien 108 Soldatinnen und Soldaten ums Leben gekommen.

          Der Bundesregierung sei nicht bekannt, wie viele Menschen insgesamt in den Ländern der Auslandseinsätze der Bundeswehr im Rahmen der Kampfhandlungen beziehungsweise kriegerischen Auseinandersetzungen während der Einsätze ums Leben kamen, so das Ministerium.

          Ein Kampfpanzer des Typs T-72B überquert am 21. Juli 2017 eine Ponton-Brücke auf dem Truppenübungsplatz Sergeyevsky im östlichen Militärdistrikt. Öffnen
          Viel mehr Militärmanöver : Russland übt den Krieg drei Mal so oft wie die Nato Bild: Picture-Alliance

          Die stellvertretende Vorsitzende der Linke-Fraktion, Sabine Zimmermann, erklärt dazu: „Die Auslandseinsätze der Bundeswehr kosten nicht nur ein Vermögen, viele Soldaten haben sie mit ihrem Leben bezahlt. Dies ist besonders bitter, da im Regelfall durch militärische Einsätze kein Konflikt gelöst wird.“ Die Bundeswehr müsse wieder auf ihr Gründungsziel einer Verteidigungsarmee zurückgeführt und aus allen Auslandseinsätzen zurückgezogen werden. „Rüstungsexporte müssen verboten werden.“

          Von den 108 Soldaten der Bundeswehr, die seit 1993 in Auslandseinsätzen starben, kamen 37 bei Anschlägen oder in Gefechten ums Leben, wie das Ministerium anlässlich des Todes von zwei Soldaten Ende Juli im Einsatz in Mali mitgeteilt hatte.

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