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Ausländeramt Bielefeld : Empörung über geschmackloses Plakat

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Ein Plakat in der für Flüchtlinge zuständigen Ausländerbehörde in Bielefeld stößt auf scharfe Kritik. Der geschmacklose Spruch ist menschenverachtend.

          In Bielefeld sorgt ein Aushang in der Zentralen Ausländerbehörde für Empörung. Die Zeitung „Neue Westfälische“ veröffentlichte am Samstag ein Foto des Plakates mit dem Text: „Wer hier meckert wird erschossen!“. Das Plakat sei durch eine Glasscheibe für Besucher sichtbar, hieß es.

          Die Leiterin der Flüchtlingshilfe Lippe in Detmold, Lina Droste, der das Foto zunächst zugeschickt worden war, sagte der Zeitung: „Diese Drohung hängt in einer deutschen Behörde. Der Text ist menschenverachtend und spiegelt die aktuelle rassistische Realität in Deutschland wider.“ Droste erinnerte daran, dass AfD-Politiker gefordert hatten, an deutschen Grenzen von Schusswaffen Gebrauch zu machen.

          Die Zentrale Ausländerbehörde Bielefeld ist eine der ersten Anlaufstellen für Asylbewerber. Um registriert zu werden, müssen sich alle Geflüchteten an der Pforte der Behörde vorstellen. Von dort aus ist das Schild sichtbar.

          Der Büroraum ist dem Bericht nach nur für Mitarbeiter der Behörde zugänglich. Folglich könne das Schild auch nur von Bediensteten und nicht von Außenstehenden aufgehängt worden sein, hieß es.

          Die Stadt Bielefeld sicherte zu, dass das Plakat am Montagmorgen vor Öffnung der Behörde beseitigt werde. Die Pressesprecherin der Stadt, Gisela Bockermann, sagte der „Neuen Westfälischen“: „Ich bin schockiert, dass in einer Bielefelder Behörde ein Plakat mit diesem Text sichtbar für jeden Flüchtling hängt. Dieser Zustand ist untragbar, kann nicht geduldet werden und muss unverzüglich abgestellt werden.“ Es werde versucht, den Urheber dieses Textes zu finden. Ihm drohten erhebliche Konsequenzen.

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