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Maßnahmen lockern, aber wie? : Auf der Suche nach dem Ausgang

Deutschland will die Corona-Beschränkungen lockern. Doch nach dem geeigneten Ausgang sucht die politische Führung noch. Bild: Philip Lisowski

Der Exit beginnt. Die ersten Geschäfte dürfen öffnen, die Kontaktsperre wird vorerst bleiben. Wie es weitergeht, ist ungewiss. Das schafft neue Probleme – auch für Unternehmer wie Anne-Kathrin Strauß.

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          Anne-Kathrin Strauß hat das Unheil kommen sehen. Schon Wochen bevor das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend zum Erliegen kam, als Schulen und Kitas noch geöffnet hatten und Bummeln in den Innenstädten noch möglich war, bemerkte sie, dass es in ihrem Laden nicht so lief wie sonst. Der Februar sei jedes Jahr ein schwacher Monat – aber der März? Da kämen normalerweise Kunden vorbei, um Ostergeschenke zu kaufen und neue Kleider für den Frühling. Dieses Jahr waren es weniger als sonst.

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.
          Andreas Nefzger
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Im Oktober 2016 eröffnete Strauß in der Braunschweiger Innenstadt den „Hey Store“. Neben Kleidung und Accessoires gibt es Bücher, Kulinarisches und Interieur. „Concept Store“ werden solche Läden genannt. Man findet sie vor allem in Großstädten, in Berlin, München oder Hamburg – und eben auch in Braunschweig. Die Kunden kommen nicht, weil sie etwas ganz Bestimmtes suchen. Sie kommen zum Stöbern und Probieren. Und zum Verweilen. Nur wer will schon irgendwo verweilen, wenn in der Welt ein Virus grassiert?

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