https://www.faz.net/-gpf-8i4ny

Aufruf zu EM-Fahnenverzicht : Grüne Jugend erntet Sturm der Empörung

  • Aktualisiert am

Ball-Patrioten: Deutschland-Fahnen wehen an einem Mehrfamilienhauses in der Müllerstraße vor der anstehenden Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Bild: dpa

Äußerst unbeliebt bei vielen deutschen Fußballfans hat sich die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz gemacht. Ihr Aufruf, beim Jubeln über Tore von Jogis Jungs auf die Deutschland-Fahne zu verzichten, empört Tausende.

          Mit einem Aufruf zum Verzicht auf Fahnen bei der Fußball-Europameisterschaft hat die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Am Freitagabend hatte die Grünen-Organisation über die sozialen Medien Facebook und Twitter erklärt „Patriotismus=Nationalismus. Fußballfans Fahnen runter!“.

          Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) twitterte am Sonntagmorgen: „#GrüneJugend kapiert’s nicht: Fahnen der Fans sind das Gegenteil der Fahnen von einst: Symbol für weltoffenes, sympathisches Deutschland!“

          Der SPD-Politiker Johannes Kahrs schrieb: „wie peinlich ist denn das. jetzt häng ich mir wieder ne deutschland flagge über den strandkorb. jawohl.“ CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte der „Bild am Sonntag“, die Unterstützung der Nationalelf mit den Nationalfarben sei gesunder Patriotismus. „Besser Patriot als ein Idiot“.

          Über Facebook wurde der Beitrag bis Sonntagmittag rund 8000 Mal geteilt und kontrovers diskutiert. Die Grüne Jugend hatte bereits am Samstag trotz der teils heftigen Reaktionen bekräftigt: „Wir bleiben dabei: Freude am Fußball statt an der Nation!“

          Auch die Grüne Jugend Berlin mag sich an zu viel Schwarz-Rot-Gold nicht erfreuen:

          Und auch die mittlerweile üblichen Morddrohungen ließen offenbar nicht lange auf sich warten:

          Weitere Themen

          Johnson will Brexit-Deal neu verhandeln

          Brief an Tusk : Johnson will Brexit-Deal neu verhandeln

          Bisher wollte der britische Premier sein Land auch ohne Deal aus der EU führen. Nun schreibt er an EU-Ratspräsident Tusk, ein Austrittsabkommen habe „oberste Priorität“. Zugleich fordert er, die Backstop-Regelung zu streichen – und schlägt Alternativen vor.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson

          Brief an Tusk : Johnson will Brexit-Deal neu verhandeln

          Bisher wollte der britische Premier sein Land auch ohne Deal aus der EU führen. Nun schreibt er an EU-Ratspräsident Tusk, ein Austrittsabkommen habe „oberste Priorität“. Zugleich fordert er, die Backstop-Regelung zu streichen – und schlägt Alternativen vor.
          „Fridays for Future“-Demonstration vom vergangenen Freitag in Berlin

          „Fridays for Future“ : Glaube an die eigene Macht

          Eine Studie zeigt, wie die Demonstranten der „Fridays for Future“-Proteste ticken. Was ihre Motive sind, welchen sozialen Hintergrund sie haben – und für welche Parteien sie stimmen würden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.