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Auflösung des AfD-„Flügels“ : Gründen Höcke und Kalbitz ihre eigene Partei?

Die wichtigen Köpfe des „Flügels“: Höcke und Kalbitz Bild: dpa

Der „Flügel“ von Björn Höcke soll sich nun selbst auflösen. Wieso sich die Gruppe auch in der AfD viele Feinde gemacht hat – und wie die Entscheidung im Parteivorstand zustande kam.

          3 Min.

          Die Entscheidung fiel sehr klar im Bundesvorstand der AfD am Freitag in Berlin. Elf von dreizehn Mitgliedern, die abstimmten, stimmten dafür, dass sich der „Flügel“, die radikale Strömung in der Partei, selbst auflöst. Schon an diesem Samstag soll der „Flügel“ um den Thüringer Landeschef Björn Höcke und den Brandenburger Vorsitzenden Andreas Kalbitz das beschließen, bis Ende April soll die Auflösung vollzogen werden. „Der Bundesvorstand erwartet als Ergebnis des morgigen ,Flügel‘-Treffens eine Erklärung darüber, dass sich der informelle Zusammenschluss ,Flügel‘ bis zum 30.04.2020 auflöst“, heißt es in dem Beschluss, den der Vorstand verabschiedete.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Dagegen stimmte nur einer, nämlich Kalbitz. Der Mann, der über Jahrzehnte in rechtsextremistischen Kreisen verkehrte, ist hinter dem Frontmann Höcke der eigentliche Organisator der Strömung. Sie wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz in der vergangenen Woche als „erwiesen extremistische Bestrebung“ eingestuft und kann nun mit dem vollen Arsenal nachrichtendienstlicher Mittel beobachtet werden - vom Abhören von Telefonaten bis zum Einsatz von V-Leuten.

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