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Aufbau der Impfzentren : Zwölf Impfstraßen an einem Tag

Alles bereit in Essen: In einer Wartehalle sollen die Menschen nach der Impfung noch 30 Minuten unter Beobachtung bleiben. Bild: Stefan Finger

Sobald ein Vakzin zugelassen ist, soll es losgehen. Überall im Land werden jetzt große Impfzentren hochgezogen. Dass das ganz schön kompliziert ist, zeigt sich in Essen.

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          Ordnung muss sein, gerade in der Krise. Also zieht Thomas Lembeck am Samstagvormittag noch rasch seine blaue Uniformjacke über. Dann beginnt der Leiter der Berufsfeuerwehr Essen gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) einen Rundgang durch Halle 4 der städtischen Messe. Helfer vom Roten Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, den Maltesern und dem Technischen Hilfswerk richten gemeinsam mit Feuerwehrleuten Stellwände auf, tragen Liegen heran, plazieren Stühle in coronakonformem Abstand, bauen Bürotische und Regale zusammen. Es ist ein geschäftiges, konzentriertes Treiben, nach und nach entstehen Räume und Gänge.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          „Zwölf Impfstraßen bauen wir hier heute“, sagt Lembeck und zieht den Vorhang an einer aus Messestellwänden gebauten Behandlungskabine auf. In der Kabine steht je ein Stuhl für den Arzt und den Impfling und eine Liege. „Wenn nötig, können wir über Nacht sechs weitere Straßen hochziehen“, ergänzt Jörg Spors, der Hygienebeauftrage der Essener Feuerwehr. Bis zu 2200 Essener sollen in der fußballfeldgroßen Halle täglich von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends geimpft werden können, wenn voraussichtlich Ende Dezember die ersten Vakzine die europäische Zulassung bekommen haben.

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