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Wohin mit dem Atommüll? : Neuer Anlauf bei der Endlagersuche

Besucher besichtigen 2012 das marode Endlager in Asse: Wohin mit dem strahlenden Müll? Bild: dpa

Um ein Endlager für radioaktive Abfälle zu finden, sollen die geologischen Daten aller Bundesländer erfasst werden. Doch jetzt haben die Grünen das entsprechende Gesetz im Bundesrat gestoppt. Was das für die weitere Suche bedeutet.

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          Seit Ende der fünfziger Jahre gibt es in Deutschland Kernkraftwerke, sechs sind derzeit noch am Netz. Seit Ende der siebziger Jahre wird nach einem Endlager gesucht für den strahlenden Müll, den die Kernkraftwerke hinterlassen. Seit Deutschland 2011 beschlossen hat, in zehn Jahren ganz aus der Kernkraft auszusteigen, hat sich das Abfallproblem noch verschärft. Insgesamt geht es um knapp zweitausend Spezialbehälter, die Castoren, mit 27.000 Kubikmetern hochradioaktiven Abfällen, die auch noch in vielen Jahrhunderten strahlen. Ein ungeliebtes Erbe.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Wohin damit? Die Suche läuft auf Hochtouren, auch wenn die Öffentlichkeit derzeit wenig davon merkt. Ein Zwischenziel ist das Geologiedatengesetz. Das soll garantieren, dass alle relevanten Informationen über die tiefer liegenden Schichten Deutschlands öffentlich verfügbar sind. Denn um einen geeigneten Ort zu finden, der das hochradioaktive Material für immer und ewig aufnehmen könnte, muss zunächst der deutsche Untergrund bekannt sein. Dazu gibt es zwar schon sehr viele Daten, aus den Bergwerken, von Bohrungen. Aber ein komplettes Bild davon, wie Deutschland unterirdisch aussieht, haben wir nicht.

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