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Asylstreit : Bürger bewerten die Rolle von CSU-Politikern negativ

  • Aktualisiert am

Die CSU-Politiker Alexander Dobrindt, Horst Seehofer und Markus Söder Bild: dpa

Die CSU bekommt im Asylstreit laut einer Umfrage nur wenig Zustimmung. Besonders schlecht schneidet Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ab. Bei der Kanzlerin sind die Befragten gespalten.

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          Im Asylstreit der Unionsparteien bewerten die Bürger nach einer Umfrage die Rolle der CSU-Spitzen negativer als die der CDU-Vorsitzenden, Kanzlerin Angela Merkel. Besonders negativ wird die von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt eingeschätzt. 55 Prozent wiesen dem Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten in dem Streit eine „eher schlechte Rolle“ zu („eher gute“: 18 Prozent), wie die Erhebung des Instituts Kantar-Emnid für die Zeitungen der Funke-Mediengruppe ergab.

          Auch das Agieren von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Horst Seehofer (beide CSU) wird überwiegend negativ bewertet: bei Söder von 50 Prozent (positiv: 28), bei Seehofer von 49 Prozent (positiv: 36). Bei der Bewertung von Merkels Verhalten waren die 500 Befragten gespalten: 47 Prozent bescheinigten auch ihr eine „eher schlechte Rolle“ in dem Streit, 45 Prozent eine „eher gute“.

          „Mehr als wirkungsgleich“

          Merkel hatte am Freitag betont, dass sie die Forderungen der CSU durch die Ergebnisse des EU-Gipfels als erfüllt ansieht. „Ich würde sagen, wenn wir alles, was wir zu 28 vereinbart haben plus das noch, was jetzt zusätzlich vereinbart wird - wenn das wirklich alles umgesetzt wird, dann ist das mehr als wirkungsgleich“, sagte Merkel in Brüssel. Sie griff damit eine Schlüsselformulierung von Seehofer auf. Die 28 Staats-und Regierungschefs hatten sich nach gut 13-stündigen Verhandlungen am frühen Morgen auf eine verschärfte Migrationspolitik geeinigt. Deutschland schloss außerdem mit Griechenland und Spanien am Rande des Gipfels eine politische Vereinbarung über die Rückführung von Migranten.

          Von der CSU kamen danach erste zustimmende Signale in Richtung CDU. Eine endgültige Entscheidung in dem Konflikt und damit über die Zukunft der schwarz-roten Koalition wird aber erst am Wochenende erwartet.

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