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Asylpolitik : Welchen Rückhalt hat Merkel in der CDU?

Rechter, rechter Platz: Dobrindt, der leere Stuhl von Seehofer, Merkel und Kauder vor der Fraktionssitzung am Dienstag. Bild: dpa

Seit Wochen ringt die Union um ihren Kurs in der Migrationspolitik. Während die Haltung der CSU eindeutig scheint, kommt man bei der CDU zu unterschiedlichen Ergebnissen – und bemerkenswerten Erkenntnissen.

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          Es sollte eine gesellige Grillfeier werden – kein nüchternes Arbeitstreffen. Schon vor längerer Zeit hatte die Führung der CSU-Landesgruppe im Bundestag ihre Mitglieder für den Montagabend an den Schlachtensee eingeladen, die Sommerpause naht schließlich. Doch der Plan eines harmonischen Beisammenseins ging nicht auf, wie Teilnehmer berichten. Um 19 Uhr kamen die Abgeordneten der Landesgruppe in einem Lokal am See an, für 22 Uhr war der Bus bestellt, der sie wieder zurück nach Mitte bringen sollte. Die intensive politische Diskussion endete aber erst um 22.15 Uhr. Und das Buffet war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht eröffnet worden. Dass das Treffen am Schlachtensee stattfand, habe durchaus „sinnbildliche“ Bedeutung gehabt, so frotzelte später ein Teilnehmer. Klar war, dass er damit den ersten und nicht den zweiten Teil des Namens meinte.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Man könnte annehmen, dass es in diesen Tagen der Flüchtlingsdebatte, die gerade von der CSU betrieben wird, in der Landesgruppe um nichts anderes gegangen wäre. War aber nicht so. Erst einmal ereiferten sich die bayerischen Abgeordneten über die vereinbarte Lösung zum Baukindergeld, die von ihrem Parteivorsitzenden, Bundesinnenminister Horst Seehofer, und dem sozialdemokratischen Finanzminister Olaf Scholz ausgeheckt worden war. Dessen Begrenzung auf Bauvorhaben von höchstens 120 Quadratmeter Größe leuchtet vielen von ihnen wie übrigens auch dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder überhaupt nicht ein.

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